
Peter Granser, bekannt u.a. durch seine Fotoserie der New Yorker Konsum- und Entertainmentruinen von Coney Island, hat einen neuen Fotoessay vorgelegt. “Signs” nimmt die amerikanische Billboardtradition knackiger Schlagzeilen aufs Korn und schildert im wahrsten Sinne des Wortes wie sich typografische Prägnanz äußert. Inhaltlich geht es um das Thema, mit dem die USA – mehr als uns allen lieb ist – in den letzten Jahren wahrgenommen werden: Krieg gegen den Terror, die Achse des Bösen, Clash of Civilizations. Wie die Wahrnehmung im Innern aussieht zeigt uns Granser. Welcome Home – Irakheimkehrer. Job well done! Ein beeindruckendes Triptychon einer Massen predigt – Fundamentalismus füllt eben nicht nur Moscheen! Economy? Zählt wohl auch noch. Auf Clinton Nr. 2 zählt in den Marschen des Mittleren Westens offenbar niemand mehr – Hillary Never. Jesus is the Answer. Auf die Liebe hoffen und Kreuze durch die Gegend schleppen, das gibt es nicht nur im alten Südeuropa. Den Glauben festigt – Creation Evidence Museum. This is not an Exit – empfehlen wir und “Signs”.
Peter Granser, “Signs”, erschienen bei Hatje Cantz, mit Texten von Karen Irvine und Barry Vacker.
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