
Nur angucken! Und bitte nicht berühren! Nur selten darf mal richtig angefasst oder gar besessen werden. Abgesehen davon, dass man es im wirklichen Leben vermutlich nicht oft schafft, bei einer Kunstauktion den Arm im entscheidenen Moment zu heben und dann noch tatsächlich den geforderten Betrag für eine Mario-Bellini-Sitzllandschfaft zahlen zu können. Es ist ein von vielen Liebhabern geträumter Traum, im Besitz eines Designerstücks aus einem Jahrzehnt der eigenen Wahl zu sein. Und aus dieser Unwahrscheinlichkeit macht ein Konzept aus Frankfurt am Main eine Tugend, nach dem sich Designfreunde gesammelte Einzelstücke vom Sessel bis zum Spielzeug, von Bauhaus bis Vitra für eigene Zwecke leihen oder auch kaufen können. Ob der Internetblender die Wohnung für sein erstes Date einrichten möchte oder René Lezard seinen Showroom gestalten lassen möchte, spielt dabei keine Rolle.

Designer: Mario Bellini 1971 Hersteller : C & B
Es darf auch durchaus verspielt sein: mit Loriots „Wum“ gibt es bei designffm historisches Spielzeug mit Niveau. Von Renate Müller, Spielzeugdesignerin mit therapeutisch-pädogischem Anspruch an ihre Produkte, stammt die neuste Errungenschaft des Designerpools. Der handgenähte „Rhino“ dient der Bewegungsanimation, ein wahrlich treuer Freund der 1960er aus Leder und Jute, der förmlich schreit: „Bespring mich!“ Besitzen etwas leichter gemacht.
Erstes Bild > Designer: Renate Müller, 1964 Hersteller: Alfred Kill
Text> Nada Carls