Conor Oberst | Conor Oberst

September 20, 2008 · Print This Article

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Während so mancher Redakteur in die hinterste Ecke des Büros verschwindet, rücken sich andere den Emo-Scheitel gerade: der grand old young man der alternativen amerikanischen Volksmusik, Conor Oberst, präsentiert sein erstes Soloalbum. Sein erstes? Seien wir ehrlich, bisher waren die meisten seiner Projekte, eher dominante Ein-Mann-plus-Begleitmusiker-Kapellen als kommunitaristische Bands. Und so heißt die neue Platte konsequent wie er selbst, auch wenn er zurzeit Kopf der Mystic Valley Band ist. Mystisch wurde es auch beim Songwriting. Eingespielt wurde das Album dann auch nicht in der Keimzelle Omaha, Nebraska, sondern in einem mexikanischen Landhaus in Tepoztlán, in dem auch Stephen Kings Kurzgeschichten handeln könnte. Jedenfalls wimmelt es vor religiösen Anspielungen und spirituellem Spuk. Oberst psalmiert sich mit gewohnt zitternder Stimme durch vergleichsweise gefällige Songs. Glücklicherweise bricht er das Pathos mit Sarkasmus wie dem Uptempo-Piano in „I Don’t Want To Die (In A Hospital)“ und hinterlässt mit Songs wie „Eagle On A Pole“ viereinhalb Minuten Musik für die ihn alle, die noch im Raum sind, lieben werden.

Conor Oberst, „Conor Oberst“,
Wichita Records
Mit Sky Larkin ist Conor Oberst im September auf Deutschlandtour

www.cooperativemusic.de

www.wichita-recordings.com

www.conoroberst.com

Text > Marcus Woeller

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