
Als wir ins Icon kommen, legt Xrabit bereits auf. Ich hatte Hiphop erwartet, aber er spielt Techno und die Leute reagieren verhalten. Der Laden ist halb voll und alle warten auf den Hauptact: Thunderheist, die die Bühne um eins betreten und nach kurzer Begrüßung auch los. DJ Grahm Zilla pendelt zwischen Dancehallbeats, schnellem Hiphop und Großraumdisko-kompatiblen Klängen. Die Rapperin Isis tanzt ausgelassen und steigt immer wieder ins Publikum. Ein paar mal verpasst sie den Einsatz, feiert aber mit viel Charme und Einsatz fröhlich darüber hinweg und hat das Publikum ziemlich schnell für sich gewonnenin. Nach einer Stunde ist die Show vorbei, die Fans gehen happy nach Hause. Thunderheist sind Pop und könnten mit einem echten Hit in grössere Hallen aufbrechen. Aber der Gesamteindruck bleibt zwiespältig. Zu wenig eigenständig sind die Stücke, zu überraschungsfrei das ganze Set.

Nicht überraschen konnten auch The Qemists, die sich enttäuschenderweise als ein Drum’n'Bass-DJ entpuppen, der ein schnörkelloses Set spielt und die Verbliebenen noch mal zum Tanzen animiert. Um drei gibt es dann tatsächlich den ersten Rewind des Abends.

Im Anschluss legt Xrabit zuerst wieder technoides Zeug auf, um dann den einzigen unvorhergesehenen Tune des Abends zu bringen. “Kid Sister” zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht, aber die Anwesenden scheinen verwirrt über Kanyes Rap. Die folgende “Pump Up The Jam”- Verwurstung setzt dann direkt den Schlusspunkt. Kopfschüttelnd trollen wir uns nach Hause in der Hoffnung, dass die nächste Ninjanacht wieder besser wird.
Text + Fotos > Boris Schmidt
Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, Oktober 9th, 2008 um 16:49 publiziert. es ist abgelegt unter News and Viewsund verschlagwortet mit Berlin, Big Dada, club, dance, hip hop, ninja tune, tags popkomm, The Qemists, Thunderheist, Xrabit. Du kannst die Antworten zu diesem Beitrag über den RSS 2.0 Feed verfolgen.
Beiträge abonnieren
Kommentare abonnieren
Kompletter Inhalt © 2013 von Style and the Family Tunes

