we trust | Dr. Hauschka
November 10, 2008 · Print This Article

Mit Goldprägung bei Kosmetikprodukten ist es so eine Sache. Das kann schnell schief gehen, denn edles Gut im Badezimmerschränkchen macht sich gut, aber Protzprodukte lassen doch leider oft an ihrer Wirkung und vor Allem Verträglichkeit zweifeln. Bei Dr. Hauschka kommt diese Problematik nicht auf, der feine Goldrand und die schlichten weißen Kartonagen bewegen sich zwischen hochwertig und edel, der goldene Schriftzug strahlt schlicht Vertrauen aus – die deutsche Kosmetikmarke macht alles richtig und das schon lange bevor die Ökowelle die Konsumwelt überrollte.
Andere Naturkosmetikmarken mögen versuchen, mit esoterisch anmutenden Gestaltungsversuchen das ökologisch-politisch korrekte Verhalten zu visualieren – Dr. Hauschka setzt auf nobles Understatement. Als hätte man im süddeutschen Bad Böll schon immer gewusst, dass die Tiegel und Flaschen nicht nur im Reformhaus sondern auch im Edelkaufhaus aufgereiht stehen würden. Erst seit 2007 aber kann man die Pflegeöle, Cremes oder Lotions auch außerhalb von Reformhäusern, Naturkostläden oder lizenzierten Kosmetikstudios kaufen.
Inzwischen ist das Unternehmen über 40 Jahre alt – angefangen hat alles mit einer Begegnung mit Rudolf Steiner, dem Anthroposophen und Begründer der Waldorf-Pädagogik, der 1920 auf den Chemiker Dr. Hauschka traf und diesen zu neuen Erkenntnissen im Herstellungsverfahren von Arzneimitteln brachte. Steiner ließ verlauten, dass Rhythmus der Schlüssel sei – der Wiener Chemiker vernahm es und machte sich an die Arbeit. Licht und Dunkelheit auf rhythmischer Basis, sowie Bewegung und Ruhe ist das Konzept. Heilpflanzen werden so zu Essenzen und Ölauszügen verarbeitet, ohne den Einsatz von Konservierungsstoffen.

Diese Erkenntnisse kamen dann schließlich auch der 1967 lancierten Kosmetiklinie zugute, die zusammen mit anthroposophischen Ärzten, Apothekern und Chemikern und Elisabeth Sigmund entwickelt wurde. Der Ansatz der Kosmetikerin Sigmud lautete, Kosmetikprodukte zu entwickeln, die die Haut in ihrer ihre Eigenfunktionen aktivieren und versuchen, das Gleichgewicht der Haut wieder herstellen. Die Haut, das größte Organ des Körpers, wird nicht in verschiedene Typen unterteilt, sondern als Ganzes betrachtet. So wird auf Begrifflichkeiten wie „fettige“ oder „unreine“ Haut verzichtet. Ohne künstliche Zusatzstoffe oder Duftkomponenten und Farbstoffe sind die Dr. Hauschka Produkte sehr gut verträglich, riechen und sehen trotzdem ansprechend aus und werden, wenn nötig, fortlaufend verbessert. Aktuell, zum Beginn der kälteren Jahreszeit, gibt es die bewährten Körperperöle in neuer Version: Dr. Hauschka Pflegeöle heißen sie jetzt und sind unter Anderem als Mandel-Johanniskrautöl mit schützendem Effekt oder anregend mit Birke-Arnika-Wirkstoffen erhältlich. Die zwei Phasen-Komposition der Moor-Lavendel-Variante pflegt und schützt die Haut gegen Einflüsse wie Wind und Kälte von Außen zusätzlich mit Rosskastanien und Schachtelhalmextrakten.
Text > Pirin Berneburg
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