The Roots@Huxley’s Neue Welt

November 28, 2008 · Print This Article

img_0750.jpg

Zehn Jahre ist es her, seit ich die Roots im Loft gesehen habe, und einiges hat sich geändert: Neuer Bassist, Rahzel, die Inhouse-Beatbox nicht mehr dabei, dafür muss Black Thought den ganzen Abend alleine das Mikrofon rocken, punktuell entlastet vom singenden Gitarristen – eine konditionelle Ausnahmeleistung, die nur vom Sousaphonisten überboten wird, der das Konzert tapfer über durchpumpt und die Referenzlinie nach New Orleans offen hält.

img_0767.jpg

The Roots 08, das ist – schon am Publikum erkennbar – mehr als Hip-Hop, sondern hochklassiges Allround Entertainment, praktizierter Obamaism – positiv, und von der Erdung her black, aber mit einem weiten Horizont. Das spiegelt sich in der Auswahl der Breaks und Beats, die das Ensemble in seine Reihung von eigenen Klassikern einfliessen lässt: „Apache“, „Jungle Boogie“, Cutty Ranks’ „The Stopper“, aber auch Guns’n’Roses’ „Sweet Child O’ Mine“, das sie direkt in eine B.B.King-Hommage transformieren lassen, um kurz darauf mit Led Zeppelins „Immigrant Song“ durchzustarten.

img_0762.jpg

Who stole the soul? Ist doch egal, so lange es groovt! Zwischendurch setzten sie mit „75 Bars“, „The Show“ und einer schwer abstrahierten Version von „You got Me“ eigene Highlight, um am Ende mit „The Seed 2.0“ den Laden noch mal hüpf gehen lassen, bzw. selber noch einmal kollektiv hüpf gehen. Sekunden später. Putzlicht, Kehraus, und das gute Gefühl im Bauch, wieder einmal mit sich un der Musikwelt versöhnt worden zu sein.


Text > EM
Fotos > Lorena Atrakzy

img_0770.jpg

Das könnte dich auch interessieren

  1. The Roots in Concert
  2. Roots Manuva@Maria Berlin
  3. The Roots | Auf und nieder
  4. Roots Manuva
  5. Roots Manuva | Vom Nagen an der Wurzel

1. Diesen Artikel auf Twitter posten!

Comments

Got something to say?