Berlin Fashion Week | Scherer-González
Februar 1, 2009 · Print This Article
Es ist nicht so, dass man sich über die Prêt-à-Porter von Scherer-González nicht freut, aber man entdeckt sich und auch die Augenpaare anderer, wie man gierig an den Laufsteganfang starrt, um endlich eine ihrer anmutigen Couture-Kreationen zu sehen. Doch alles auf Anfang: Zunächst zeigten Constanze G. González und Paul Scherer Sahnebonbonbraune Mäntel aus Kaschmir und grobem Strick, Kleider aus Samt, Wolle und Seide, Jodhpur-Hosen und Schluppenblusen in Eisblau und Braun, teils asymmetrisch plissiert.

Schon hier bewiesen die Berliner Helden der Schneiderkunst ihre Liebe zu kostspieligen Details: Eine Roséfarbene Wildlederjacke besaß schmale Streifen aus braunem Schlangenleder, an eine andere war ein Cape aus Rauchgrauem Nerz appliziert.



Beschränkte sich der Märchenwaldcharakter der Show bis zu diesem Punkt auf ausladende Kopfgestecke aus Zweigen, Seesternen, Früchten und Elchgeweihen, hielt mit dem zweiten Teil das Tierreich vollends Einzug in die Show: Ein mit Pailletten besticktes Kokon aus durchsichtiger Seide schwebte über den Laufsteg, über einem Kupferroten Seidenkleid präsentierten die beiden ein Kaschmircape, modelliert wie die Flügel eines Nachtfalters.

Und den krönenden Abschluss bildete Toni Garrn: In einem, aus verschiedenfarbigen Stoffbahnen gearbeiteten Kleid zog sie statt Scherpe, ein riesiges Schneckenhaus hinter sich her.
Die Haute Couture ward auserkoren, zu öffnen uns die reiche Wunderwelt.



Text > Julia Christian
Bildcredit > Aicha Reguieg
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