Turn da lights down low
April 3, 2009 · Print This Article

Das Neonlicht ist eine Schlampe und all die blinkenden Leuchtreklamen eine Beleidigung fürs Auge. Obwohl doch alles so schön begann, als das elektrische Licht noch etwas mit Avantgarde und Ästhetik zu tun hatte und an der Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 noch für Furore zu sorgen vermochte. Diesen Anfängen der Licht-Kunst-Bewegung des 20. Jahrhunderts ist die Ausstellung „Kunstlichtspiele“ in Erfurt gewidmet. Im Fokus stehen die Visionen der Bauhaus-Künstler was mit dem Licht denn so alles anzustellen sei, und gezeigt werden die Werke namhafter Künstler der klassischen Moderne. Highlight dürfte der „Raum der Gegenwart“ von Laszlo Moholy-Nagy sein, der erstmals im Maßstab 1:1 konstruiert wurde. Shine, shine on.

Wenzel Hablik, „Freitragende Kuppel mit fünf Bergspitzen als Basis“, 1924, Wenzel-Hablik-Stiftung, Itzehoe
KUNSTLICHTSPIELE
Lichtästhetik der klassischen Avantgarde.
29.03. – 24.05.09
Kunsthalle Erfurt, im Haus zum Roten Ochsen
Fischmarkt 7
Erfurt
www.kunsthalle-erfurt.de

Robert Delaunay, “L’Equipe de Cardiff” (Die Mannschaft von Cardiff), 1913, Collection Van Abbemuseum, Eindhoven (NL)

Lázló Moholy-Nagy, „Licht-Raum-Modulator“ (Replica1), 1922/30, Collection Van Abbemuseum, Eindhoven (NL), VG Bild-Kunst, Bonn 2009
Erstes Bild > Raoul Hausmann, Ohne Titel (Lichtkorb), 1928, Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, VG Bild-Kunst, Bonn 2009
text > kr
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