
Kitschig rosarote Bäume werden von einem bizarr blau-grünen Himmel umrahmt und fast schon blendend grüne Blätter stechen vor orangem Hintergrund grell ins Auge. Diese synthetisch-malerisch inszenierte Darstellung einer typisch amerikanischen Landschaft, mit etwas Utopie verfeinert, verfehlt ihre Wirkung nicht – Mala Iqbals Bilder stellen den Umgang mit der Umwelt auf fast schon zynische Art und Weise in Frage.

Bari Kumar; “Left, Right, Center” 2007; Oil on Canvas; Triptych; 152 x 244cm
Bari Kumars Werke hingegen stiften grundsätzlich Verwirrung: Mit tagtäglich sorgfältig eingeübten Denkschemata und Bewertungsskalen kommt man nicht weit. Wie Iqbal und Kumar, erzählen auch die anderen in der Ausstellung „Speaking in Tongues“ gezeigten Künstler mithilfe sprachlicher, symbolischer und grafischer Elemente, von konkreten Ereignissen und persönlichen Erinnerungen. In der Berliner Dependance von Nature Morte, geht’s mit der momentanen Gruppenausstellung also international zu und her. Aber keine Sorge, der übliche Touch India ist auch dieses Mal mit dabei.

Raj Singh, „Shining Frenzy“ 2008; Oil and Acrylic and foil on canvas; 122 x 305cm,

Mala Iqbal, “Split View” 2006; Acrylic and Gouache on Panel; 41 x 51cm
NATURE MORTE BERLIN
Speaking in Tongues
28 März – 2 Mai
Zimmerstrasse 90-91
Berlin
www.naturemorte.com/
Alle Bilder > Courtesy of Nature Morte Berlin
Erstes Bild > Mala Iqbal, “Birken Allee” 2006; Arcylic on Panel; 35 x 35cm
Autor > kr