
Viele der amerikanischen Stararchitekten des 20. Jahrhunderts sind nicht nur ihrer Bauten wegen so berühmt geworden. Erst in der medialen Vermittlung gewinnen Häuser ihre ikonische Funktion. Mitgeholfen am Kult um Haus und Häuserbauer hat der Fotograf Julius Shulman aus Brooklyn, New York, der vorgestern im Alter von 98 Jahren in Los Angeles gestorben ist. Er hat die Architektur von Richard Neutra, Frank Gehry oder Frank Lloyd nicht nur dokumentiert, sondern in seinen Großformatfotografien kongenial interpretiert und den Häusern eine Atmosphäre über Traufe, Giebel, First und Fassade hinaus gegeben.

Spring Hotel, Bequia, by Crites & McConnell, St. Vincent and the Grenadines, 1967

Greenberg Residence by Buff & Hensman, Palos Verdes, California, 1966.
Erstes Bild > Woods Residence (“The Dome House”) by Soleri & Mills, Cave Creek, Arizona, 1950.
Alle Abbildungen > Julius Shulman © J.Paul Getty Trust. Used with permission. Julius Shulman Photography Archive, Research Library at the Getty Research Institute.
Im Taschen Verlag ist eine hochwertige, dreibändige Monografie zu Shulmans Werk herausgekommen:
Julius Shulman, „Modernism Rediscovered“, die auch als Sonderausgabe vorliegt.
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