Goodbye 20th Century – Sonic Youth

September 5, 2009 · Print This Article

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Gleich im Intro von „Goodbye 20th Century“ sprich Autor David Browne eine Warnung an alle Leser aus: „Es wird keine Sex, Drugs und Rock’n’Roll-Geschichten geben.“ Und trotzdem, die Bandgeschichte von Sonic Youth ist lang, wild und Punk. Was einst in den 1980er Jahren in New York als Ära experimenteller Rebellion, Improvisationsmusik und Avantgarderock begann, ist ohne diesen Bandnamen nicht zu erklären. Bis heute vermischen sich die Ausdrucksformen der mittlerweile alle jenseits der 50 angelangten Mitglieder, Sonic Youth ist eine davon: „Wir sind Künstler, die einen Großteil ihrer Kunst in Form von Musik machen.“, so Kim Gordon und Thurston Moore.
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David Browne, Autor, Musikjournalist (u.a. beim Rolling Stone) und langjähriger Fan der Never-Mainstream-Band, beschreibt die Entwicklung von Sonic Youth anhand der Diskografie, als einen Drahtseilakt zwischen Arbeit, Karriere, Ausdruck und Familie. Von der Gründerzeit in einer kaputten Stadt, in der sich plötzlich alle Verrücktgewordenen zu exhibitionieren schienen und chinesische Gangs sich gegenseitig abknallten, über Labelwechsel und Festivals vor einem Publikum, das eigentlich nur noch Courtney Love sehen wollte. Irritiert von diesem Sound, bei dem Gitarre und Gesang gleichermaßen schief und neben der Spur klangen, ein bisschen ängstlich vor dem ersten Interview mit der damals coolsten Band New Yorks aber gleichermaßen fasziniert von so viel kompromissloser Selbstverwirklichung begegnete er der Band in den 1980er Jahren. Als 1987 das Album „Sister“ als Tape auf seinem Schreibtisch landete, und er „wie verrückt zurückspulte“, um diesen einen Song „Kotton Krown“ wieder zu finden, begann seine „ganzheitliche Komplettbegeisterung“ für Sonic Youth.

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„Goodbye 20th Century“ erzählt die Geschichte einer der einflussreichsten Bands, die in kein Genre passen, deren Alben bei iTunes sogar manchmal als „Noise“ bezeichnet werden, die weder jemals eine Hitsingle produzierten, noch ein Album, das in den Top-Ten landete. Sonic Youth sind seit drei Jahrzehnten da und immer noch kein bisschen leise. Auch nicht auf ihrem neuen Album „The Eternal“ ist wieder ordentlich Krach, Melancholie, Melodie und Experiment drin.

David Browne: „Goodbye 20th Century – Die Geschichte von Sonic Youth“, gerade erschienen bei KiWi Paperback
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Bild und Text >  stephanie beckmann

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