Rebotini | Music Components Rev2

Januar 8, 2010 · Print This Article

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Zurück zu den analogen Wurzeln der digitalen Baumkronen heutiger elektronischer Musik begab sich der Franzose Arnauld Rebotini, als er 2008 sein Album „Music Components“ aufnahm: Geräte aufbauen, verkabeln, einschalten und los. Alle Tracks der Platte enstanden in solch minimalistischen Jam-Sessions. Aufbauend auf dem handwerklich soliden Fundament seines zwei Jahre alten Vorgängers erscheint nun „Music Componets Rev2“, für das sich der Black-Strobe-Macher einige der großen Namen der Szene ins Boot holte. Neben Chloé, Jesper Dahlbäck und Discodeine gaben sich ebenso Märtini Brös, Steve Moore und Acid Washed die Ehre und remixten Rebotinis Werk.
Entstanden ist ein Album, das sich an vielen Stellen kaum von seinem Vorgänger unterscheidet und seinen Ursprung an anderen Stellen eben so gut zu verbergen weiß. Anders als der Vater des Originals, der 2008 seiner Philosophie des Weniger-ist-Mehr konsequent treu blieb, waren die Remixer auf dem neuen Album weniger streng und bedienten sich auch neuerer Tools, wodurch sie den analogen Vorgänger-Tracks der neuen Versionen von „Music Components Rev2“ einen modernen Anstrich verpassten.

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Während einigen Songs diese digital-elektronische Wunderkur zu einer komplett positiven Runderneuerung verhalf, haben andere den Remix-Wolf mit erheblichen Blessuren verlassen. So verlor „The Spirit of Boogie“ einen großen Teil seines Reizes durch den Schleier, den Märtini Brös über die sich schlicht aber eindringlich abwechselnden Klänge des Originals warfen. Dagegen ist Discodeines Version von Rebotinis „777“ als äußerst gelungene Neuauflage des Originals zu nennen. Aus harten Beats wurde hier mittels sanfter Pianoklänge eine weiche, nahezu vollkommen überarbeitete Komposition, die die besten Elemente aus Alt und Neu im Remix-Track vereint.

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Die Songs von Rebotinis 2008er Werk „Music Components“ mussten durch ihre digitale Bearbeitung keineswegs ihren simplen Charme zugunsten moderner Wundertechnik ablegen. Denn die geheimnisvolle Aura, die auf dem Original nicht zuletzt das Ergebnis technischer Unzulänglichkeiten als Ergebnis der konsequenten Verwendung althergebrachter Gerätschaften waren, klingt auch weiterhin durch den digitalen Remix-Deckmantel hindurch.

Bilder:

www.image.radio-france.fr
www.self-titledmag.com

www.myspace.com/arnaudrebotini

Autor > Marcel Maciej

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