Same Same but Different

January 21, 2010 · Print This Article

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Ein asiatisches Mädchen, auf den ersten Blick geschätzte zwölf Jahre alt, schaut mit großen Augen durch den Monitor: „Es ist keine Lungenentzündung. Der Arzt hat einen HIV-Test gemacht. Ich bin positiv.“ Stille. „Wir sehen uns im nächsten Leben.“ Damit sei der Sprung ins kalte Gewässer dieses Films vorweg genommen. Die Geschichte beginnt an ihrem potenziellen Ende und wird anschließend von vorn erzählt.

Ben-&-Sreykeo-Pnom-Penh-(Apinya-Sakuljaroensuk,-David-Kross)

„Same Same but Different“ von Regisseur Detlev Buck („Männerpension“, „Knallhart“, „Hände weg von Mississippi“) erzählt das Drama von Ben (David Kross) und Sreykeo (Apinya Sakuljaroensuk). Ben reist mit seinem Kumpel nach Kambodscha, eine Rucksacktour, ein Abenteuer, Selbstfindung und die Suche nach dem Kick, bevor man erwachsen wird. „Wir dröhnen uns zu, knallen uns was rein. Das ist Urlaub für uns!“

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Im Hauptstadtmoloch Phnom Penh versammeln sich die Backpackerklischees in wirren Bildern: Kinderfrauen bieten sich in den Clubs an, Kokain auf der Toilette, Rammstein und furchterregend lautes Geschrei lassen den Atem stocken und jagen unbehagliche Schauer über die Gänsehaut. Ben trifft Sreykeo, die „Frau aus Glas“ und stellt sich bald vor die Frage: Bist du mit Anfang 20 bereit für die Liebe deines Lebens?

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Die packende Geschichte ist bekannt, sie erschien vor ein paar Jahren in der Zeitschrift Neon, das wahre Schicksal eines Redakteurs. Ben hat durch seinen tragischen Einzelkampf gegen die Krankheit Aids die Aufmerksamkeit auf Kambodscha gelenkt. Im Film beginnt der Wettlauf. Die billigen Medikamente haben extreme Nebenwirkungen oder sind wirkungsschwache Placebos, mit Sägemehl gestreckt. Ben schickt Geld, spart, fährt wieder hin und verhandelt um bessere Medikation. David Kross gelingt der Spagat zwischen dem naiven Verliebten und dem besessenen Kämpfer ebenso überzeugend, wie Apinya Sakuljaroensuk die Rolle der verletzlichen Patientin und zugleich fordernden Freundin, die sich durch ihre Krankheit nicht zum Opfer machen lässt.
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Die beklemmende Grundstimmung des Films und die vielen aufgewühlten Klischees werden von den Momenten durchbrochen, in denen sich alles nur um die Liebe dreht und alle Hindernisse verblassen. Wie im wahren Leben der Protagonisten, gibt es im Film keine definitive Lösung – aber auch kein Ende.

delphi-film.com

Autor > stephanie beckmann

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