CHIPMUNK | I Am Chipmunk

Februar 2, 2010 · Print This Article

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„I am Chipmunk“, ah ja danke, wir wollten schon fragen. Gerade in Deutschland besteht noch Erklärungsbedarf, der 18-jährige Jung-Rapper aus London hat in unseren Breiten noch lange nicht das Standing, das er sich in seiner Heimat UK in kürzester Zeit erarbeitet hat. Sein Debutalbum könnte jetzt einen tatsächlichen Wendepunkt markieren: die Ankunft eines Underground-Eleven im Mainstream ohne Gesichts- und Credibilityverlust. „I Am Chipmunk“ wimmelt vor beinahe unerträglichen Popschmonzetten, die auch bei The Dome ihr Publikum finden könnten, die kleine Handvoll „schwieriger“, nämlich Grime-verhafteter Tracks, fällt kaum auf zwischen den vielen lupenreinen Radio-Singles. Genau da liegt aber auch der Vorzug des Albums, denn was noch bei Wiley, Kano oder Tinchy Stryder wie ein kalkulierter, anerzogener Ausfallschritt in Richtung Charts klang, erhält bei Chipmunk eine vielleicht zu glatte, aber organisch anmutende Oberfläche, die das etwas zerrüttete UK-Urban Biz im Jahre 7 nach Dizzee Rascals „I Luv U”, zwischen Hip-Hop, Grime und R&B wieder zu einem Ganzen zusammenfügt. Wer sich urban berieseln lassen möchte, ohne auf street-weise Produktionen zu verzichten, liegt hier richtig.

Autor > ad

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