
Es braucht einige Minuten bevor wir verstehen, was wir auf den Bildern von Alexa Meade sehen. Was wir sehen, ist unspektakulär – und doch schauen wir länger hin. Wir sehen Porträts in Acryl. Und auch nicht – denn das Porträt ist ein Porträt vom Porträt. Laura Meade nutzt den Körper als Leinwand. Sie trägt die Farbe auf ihrer eigenen Haut, als dem Objekt, auf und macht es so zum Abbild seiner selbst.

Sie spielt mit unserer Wahrnehmung, indem sie diese lebenden Bilder erst in unserer Umwelt „installiert“ und dort fotografiert. Wir wissen nicht mehr was wir sehen.

Die 23-Jährige wuchs auf in einem kleinen Vorort von Washington DC, dem politischen Brennpunkt der USA, einem Umfeld geprägt von manipulativer Kommunikation, Vertuschung und Täuschung. Das Verhältnis von Wahrnehmung und Realität nimmt deshalb in all ihren Arbeiten und Ausstellungen eine zentrale Rolle ein.

Ihre Arbeit ist transparent. Der Entstehungsprozess ist Teil des Werkes, das abschließend mit der fotografischen Aufnahme hinter Glas gebannt wird.


Besonders reizvoll sind deshalb ihre Ausstellungen in denen sie ihre Arbeiten, bemalte Menschen, Möbel und Lebensmittel „installiert“. Ab dem 2. April stellt sie erneut in der Postmasters Gallery in New York aus.

Postmasters Gallery
459 West 19th Street (at 10th Avenue)
New York
NY 10011
www.alexameade.com
www.flickr.com/photos/alexameade
www.postmastersart.com/
Alle Bilder > Alexa Meade
Autor > Vanessa Schneider
ich liebe es…einfach senstionell!
http://daily-illustration.blogspot.com
lg
konstantin