Holon | Vom Ganzen im Ganzen
Juli 28, 2010 · Print This Article

Dem Konsum, Materialismus und der Technisierung entsagend bleibt das nackte Selbst – ein »Holon«. Es beschreibt ein einzelnes Ganzes, das aber auch Teil eines umfassenderen Ganzen ist, ein individueller Bestandteil. Auf der Suche nach dem Garten Eden, einer utopisch-alternativen Lebensweise oder schlicht nach sich selbst, brechen Menschen aus sozialen Zwängen aus und gehen ihren eigenen Weg, einzeln oder in Gruppen.

Klein Jasedow: Siedlung an der Ostseeküste mit eigenem Musik- und Bildungszentrum. Wirken der Abwanderung und Arbeitslosigkeit entgegen.
Der Transzendentalismus des 19. Jahrhunderts hat auch heute seine Anhänger – bzw. Aussteiger, mit dem Ideal einer freiheitlichen, selbstverantwortlichen und der Natur zugewandten Lebensführung. Flucht oder Mut? Eskapismus oder Befreiung? Rückzug oder Fortschritt? Die Fotografin Malwine Rafalski hat für ihre Arbeit »Holon« Gemeinschaften aber auch radikal lebende Einzelpersonen dokumentiert, die der westlichen Gesellschaft trotzen und in Autarkie und Selbstgenügsamkeit leben.



»Naturinsel Drachenmühle«: Die Familie schläft in einem Zelt, hat eine Kompost-toilette und strebt eine Autarkie von Biomasse, Nahrung, Wasser und Energie an.


Die Likatier: Stammesgemeinschaft im Allgäu mit einer matriarchalischen (größtenteils polygamen) Gesellschaftsform. Die eigens entwickelte Kultur setzt auf Zusammenhalt, Entfaltung, Erotik und Lebendigkeit.
Erstes Bild > »Friedenshof« Kommunität: spirituelle Gemeinschaft von acht Erwachsenen, die seit den 1980er Jahren gemeinsam Texte aus den Weltreligionen lesen, arbeiten und meditieren.
Fotos > Malwine Rafalski
Text > Stephanie Beckmann
Das könnte dich auch interessieren
- Fred Rapid im Autocenter
- Solar-Zelt von Orange
- Bomb of green Hope
- Haute Couture für die Nase
- Klimakapseln – vom Klima abgekapselt




Comments
Got something to say?