
Andro Wekuas „Workshop Report“ ziert das achte Album der nun schon seit 15 Jahren bestehenden, Berlin-Düsseldorfer Band Kreidler. Und ähnlich wie Wekuas Kunst, sind auch Kreidler expressive, zum Teil futuristische und doch retroperspektivische Künstler, die mit ihren Songs schwer nach vorne galoppieren. Mit präzisem, akkuratem Schlagzeug, das als Herzstück der Platte mit rauschendem Synthesizer, altmodischem Keyboard und polternden Klängen in Einklang gebracht wird, bewegt sich Kreidlers „Tank“ irgendwo zwischen wiederentdecktem Krautrock, fordernden Techno-Ethno Rhythmen und Indie-Rock. Vielschichtig und doch klar. Da Andro Wekua in seinem Werk Geschichte verarbeitet und gleichzeitig versucht visionäre Denkanstöße zu geben, ist die Coverwahl von Kreidler symptomatisch, denn auch sie verweisen in die (musikalische) Zukunft, ohne dabei den beschwerlichen Weg dahin außer Acht zu lassen.
Kreidler „Tank“
Bureau B
www.ikreidler.de/
Text >Anja Fordon
Clipping
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