
„Die Möglichkeit, jemanden zu verstehen“, antwortet Tal R sibyllinisch auf die Frage Florian Waldvogels zu seiner geheimniskrämerischen Verwandtschaft mit Paul Cézanne, „liegt in der Kluft zwischen dem, was man sagt und dem, was man für sich behält.“ Und in der Tat deuten seine Gemälde, die seit kurzem im Hamburger Kunstverein gezeigt werden, in etwa so viel an, wie sie verheimlichen. Zirkusbilder, Kasperltheater, orientalische Szenen, die mal an den Impressionismus erinnern, dann wieder an Paul Klee, Cézanne natürlich und Matisse.

Tal R, „Blind date“, 2009 – 2010, Louisiana Museum of Modern Art, Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin, Foto: Jochen Littkemann
Der israelisch-dänische Künstler Tal R bedient sich aber nicht nur in der Klassischen Moderne, sondern an Alltagsressourcen wie Magazinen oder Filmen. Die aktuellen Werke, die während der letzten zwei Jahre entstanden sind aber auch technisch interessant. Tal R malte mit einer schnell trocknenden Mischung aus Farbpigmenten und Hasenleim und bringt so auch die Anmutung des Freskos auf die Leinwand.

Tal R, 2004, Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin, Foto: Albrecht Fuchs

Tal R, „The Lilly pond“, 2010, Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin, Foto: Jochen Littkemann

Tal R, „The Wanderer“, 2010, Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin, Foto: Jochen Littkemann
Tal R, „The Elephant behind the Clown“, noch bis zum 13. Juni 2011, Kunstverein Hamburg
Erstes Bild > Tal R, „The elephant behind the clown“, 2011, Installationsansicht, Kunstverein Hamburg, 2011, Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin
Foto: Kunstverein Hamburg / Fred Dott