
Von Geistern ist hier schon im Titel die Rede: Denen entgeht bei Danny Gretscher, der derzeit in der Galerie Skalitzers Contemporary Art eine Auswahl aus Malerei, Zeichnung, Installation und Plastik ausstellt, nämlich nichts. Wer hier allerdings mit mystischem Spiritualismus rechnet, liegt falsch, denn zu eng sollte man den Begriff „Geistwesen“ bei dem Berliner Künstler nicht verstehen.

Auf humorvolle Weise, gepaart mit einer Unbefangenheit des Stils, der sich aus Einflüssen aus Pop Art, Expressionismus und volkstümlicher Kunst ausbildet, arbeitet Gretscher vielmehr mit allem, was im Entferntesten übersinnlich ist. So treffen hier Superhelden auf Totem-Tiere; moderne Medienprodukte werden mit maskenhaft erscheinenden, handgeschnitzten Holzgestalten konfrontiert, die zuweilen sogar eine Symbiose eingehen, sodass der Leinwand-Held plötzlich mit einem grimassenhaften Vogelkopf erscheint.

Mehr zu Gretschers ambivalenter Auslegung von Geistwesen gibt es auf meinem Blog „einzigart“ >>> www.einzig-art.blogspot.com/2011/06/i-forgot-title-but-spirits-heard-it.html <<< zu lesen und zu sehen.
Bilder + Text > Teresa Köster
Credit >
Danny Gretscher: „I forgot the title, but the spirits heard it“, noch bis zum 2. Juli 2011, Skalitzers Contemporary Art, Berlin
www.skalitzers.com
Clipping
Ansprechpartner > Sabine Willig, Communication, Skalitzers Contemporary Art
E-Mail > Sabine@skalitzers.com