
In den zahlreichen bisher veröffentlichten Singles und EPs des Wahlberliners Heatsick ist eine Entwicklung in Richtung Disco zu erkennen. Während er beispielsweise auf „Pre-Cum Fog Ballet“ in Ambient-Noise Experimenten schwelgte, folgt er nun dem Kurs der letzten Veröffentlichung „Intersex“ zu einer tropischen Strandparty. Der Sound ist weiterhin reduziert und in charmanten Details unperfekt, was sich live besonders schön nachvollziehen lässt, wenn Steven Warwick Stück für Stück das minimale Analog-Gerüst seiner Tracks aufbaut.
Ein großer Hit verspricht das Titelstück zu werden, das vom ersten scheppernden Takt an spannungsreich langsam auf einen Höhepunkt zu groovt und sich schließlich nicht mehr aus dem Ohr gehen will.
Das ruhigere „C’ètait un Rendez-vous“ mit in seiner wellenartigen Keyboard Line ist prädestiniert zum Soundtrack der sommerlichen After Hour zu werden. Auf der zweiten Seite der EP geht es noch rhythmusorientierter und Afrobeatdominierter zu, insgesamt wird die Stimmung etwas nervöser, bis das letzte Stück plötzlich abbricht und uns mit zuckenden Beinen nach mehr Heatsick rufen lässt.

Heatsick „Déviation“ ist erschienen auf Pan
Text >nh