
Bisher war die Schwedin Sarah Assbring alias El Perro Del Mar als fragil-melancholische Chanteuse im Stil von Landsfrau Stina Nordenstam bekannt. Die verhaltenen Indie Pop Stücke ihrer letzten vier Alben beklagten meist Einsamkeit, unerfüllte Sehnsüchte und den allgemeinen Mangel im Dasein.
Das Video zu „Innocence is Sense“ lässt vermuten, dass Assbring des Klagens überdrüssig geworden ist und sich, wie sich das für die im Neubeginn begriffene Frau gehört, einem Stylewechsel unterzogen hat.
Wie eine femme fatale der Stummfilmära präsentiert sie sich hier. Mit überdramatischem Make Up und ohne jede Spur von nordischer Niedlichkeit bewegt sie sich durch ein Szenario, das an Ingmar Bergmanns kryptischste Momente erinnert
Überraschungen gibt es auch auf der musikalischen Ebene. Das Stück ist bis auf entfernt rufende Kinderstimmen instrumental und wird von verzerrten Synthies getragen. Welch perfekten Suspense hat sie da als Teaser für das neue Album „Pale Fire“ geschaffen.
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