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Vom Eisstadion zum Laufsteg | HUGO Kollektion Frühjahr 2013

Weiß, Creme, Hellgrau und Schwarz, durchbrochen von pastelligen Rosa- und Türkistönen, von Yves-Klein-Blau, Petrol, Farbverläufen und Silberpartien, die in Regebogenfarben changieren – bei HUGO wechseln sich im Frühjahr 2013 die Farben auf der Mens- und Womenswear zwischen klassischer Eleganz und auffälligen Inspirationen ab, die sich sowohl in der Vergangenheit – genauer gesagt in den Farben und grafischen Linien der Pop Art – als auch in der digitalen Kultur der Gegenwart gründen.

Gezeigt wurde die Kollektion der Hugo-Boss-Linie während der Berliner Fashion Week in einem ungewöhnlichen Gebäude, das sich seine Entstehungsjahre mit denen der Kunst-Hommage der Designs teilt: dem Eisstadion Mitte, in dem sich sowohl architektonisch als auch gestalterisch die sechziger Jahre verewigt finden.

In einer der größten Eissporthallen Berlins verwandelte sich die sonstige Eisfläche so in einen 42 Meter langen Catwalk, auf dem Zeitlosigkeit, nostalgische Kunstrückschau und technikaffine Modernität zusammenkmen: Pop Art traf virtuelle Realität, intensive Farben und Flächigkeit auf Metalloptik und Musterabstraktion. Für die Kollektion heißt dies: Mäntel und Kleider in A-Form und mit klaren Linien lassen die Designer Eyan Allen Bart de Backer eierschalenfarbend glänzen; auffällige Reißverschlüsse in den weichen Materialien eines schwarzen Jumpsuits, Cut-Outs an den Schultern oder schmale Überlagerungen über dem Dekolleté brechen die Geradlinigkeit mit Symmetrie und Raffinesse auf, um durch metallisch schimmernde Taschen und Pumps oder kontrastreiche Oberflächenkombinationen endgültig dem Klassischen des designerischen Grundkanons eine moderne Interpretation entgegenzusetzen.

Während bei der Womenswear die Metallic-Looks zu den auffälligsten Elementen avancierten, lag der Fokus der Männerdesigns vor allem auf dem Wechsel der Farben. Zum Show-Soundtrack der beiden DJs Nina Kraviz und Kasper Bjørke wurden so weiße Männeranzüge, denen mit hellen Shirts und legeren Schuhen eine neue Sportlichkeit verliehen wurde, von Kombinationen abgelöst, die auf kräftige Farben und Kontraste setzten.

Yves-Klein-Blau und Petrol erschienen so nicht nur im jeweiligen Komplett-Look, sondern ebenso als Gegenstück zu schwarzen Hosen oder Jacken; graue Anzüge wurden mit schwarzen Aufsätzen versehen, alle Farben in auffälligen Farbverläufen zusammengebracht und an Sakkos glänzende den matten Materialien gegenübergestellt.

Im kommenden Frühling verspricht HUGO so vor allem eines: Farben, Oberflächen, Strukturen und Längen werden abwechslungsreich kombiniert, zu schlichten gesellen sich kräftige Töne und noch die klassischsten Kleidungstücke wie Sakkos, Blazer, schmale Hosen, Röcke und Kleider führen ihre Kanten in unkonventionelle Schnittrichtungen.

www.hugoboss.com

Text > Teresa Köster

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