
Kaum zu glauben, dass es sich bei „Fragrant World“ um dieselben Künstler handelt, die einst die Hippie-Hymne „Wait for Summer“ trällerten. Ein unbeschwerter, zum Tanzen einladender Electropop hat die psychedelischen Experimente der Anfangstage von Yeasayer ersetzt. Ob es wohl daran liegt, dass die Band mit MGMT auf Tour war? Jedenfalls herrschen bei Yeasayer nun die Keyboards ; während das Schlagzeug schon nach dem Debut eliminiert wurde, sind nun auch kaum noch Gitarren zu vernehmen.
So uneinheitlich sich das Soundprofil von Yeasayer auch über die drei Alben hinweg gestaltet hat, so sehr ist „Frangrant World“ aus einem Guss geformt. Das tiefe Basswummern, der lockende Beat, der fragile Gesang von Chris Keating und ein verspieltes Gefrickel und Klackern durchziehen alle Lieder. Dies bedeutet weniger, dass kein Stück eindeutig als Hit heraussticht, als dass das insgesamt hohe Energielevel des Albums einfach an keiner Stelle einbricht. Also am besten die Platte in Endlosschleife laufen lassen beim spätsommerlichen Schwofen!
Yeasayer, „Fragrant World“
erscheint am 17.08. auf Mute
Text >nh