ARCHIE BRONSON OUTFIT | Coconut

March 15, 2010

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Das dritte Album „Coconut“ der Briten Archie Bronson Outfit könnte soundtechnisch auch aus Seattle stammen, wäre da nicht die eindeutige „Received Pronunciation“ in Sam Windetts Gesang. Der Aufmacher „Magnetic Warrior“ klingt viel versprechend, mit ordentlichem Gitarrengeschrammel und Drumbeats, die den Verstärker an die Grenzen treiben. Überhaupt glänzen auch die zwei nächsten Songs „Shark Tooth“ und „Hoola“ mit hübschen, melodischen Hooklines. Einzig schade ist das Übermaß an Vocoder-Verzerrung, das Sams Falsettstimme einen zu synthetischen Klang verleiht, Feinohrhasen würden von zu viel „Gießkanne“ in der Kopfstimme sprechen. [Read more]

DAN LE SAC Vs SCROOBIUS PIP

March 10, 2010

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Wenn weiße englische Jungs rappen, zieht das unbritische Ohr schnell voreilige Schlüsse und wedelt freudig mit The Streets-Referenzen. Damit liegt es im Fall von Dan le Sac Vs Scroobius Pips zweitem Album “The Logic of Chance” nicht gänzlich falsch, tatsächlich erinnern die jungenhafte Stimme und der schulterzuckende Flow des Oberbartmeisters Pip an einen bessergelaunten Mike Skinner, allerdings ohne sich der Skinnerschen Ladism-Ästhetik zu bedienen oder – wimp wimp – zu tief in Eigensozialdramatik zu stochern. [Read more]

GONJASUFI | A Sufi and a Killer

March 8, 2010

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Gonjasufi heißt bürgerlich Sumach Valentine, oder aber umgekehrt heißt Sumach Valentine, benannt angeblich von seinem Botanikervater nach dem Eichenblättrigen Giftsumach – Anglophilen auch als Poison Ivy bekannt – Gonjasufi, wobei zu vermuten ist, dass es sich hier in Wahrheit um niemand geringeren als das uns von Hunter S. Thompson verschwiegene Lovechild von Raoul Duke und einer lysergsäuerlichen Lucy handelt, das in Las Vegas zurückgeblieben ist, wo der 31-Jährige mit Frau und Kindern lebt. „A Sufi and a Killer” jedenfalls ist der musikgewordene Philosufismus eines Wüstenderwischs, der in den Katakomben unter den Casinos Höhlengleichnisse aufstellt, während er in die Kanalisation entlaufenen Alligatoren Hatha Yoga lehrt. [Read more]

FRIGHTENED RABBIT

March 5, 2010

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Nach einem harten Winter folgt der schönste Sommer – ein Allgemeinplatz auf dem man sich auf „The Winter of Mixed Drinks“, dem dritten Album von FRIGHTENED RABBIT, wiederfindet. Harte Zeiten, harte Drinks und schlechtes Wetter: Bei uns kommt Rum in den Tee oder der Wein auf den Herd, drüben im feucht-kühlen Schottland helfen Scotch und Whisky-Longdrinks gegen frostige Finger und trübe Gedanken. [Read more]

BLOOD RED SHOES | Fire Like This

March 3, 2010

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Getreu dem Motto „never change a winning team“ setzte Produzent Mike Crossey sich auch für das zweite Album der Blood Red Shoes wieder hinter die Studio-Regler. Ob es nun an seiner Produktion oder dem Lärmpotential der Band liegt: Steven Ansell and Laura-Mary Carter machen zu zweit so viel Krach wie ein Standard-Set-Up. Und wer hätte das gedacht – das zweite Album des Alterna-Indie-Rock-Duos ist, so wie seine Protagonisten, fully grown up. [Read more]

MICHAEL FAKESCH | Exchange

March 2, 2010

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Über zehn Jahre lang bildeten Michael Fakesch und sein Partner Christian de Luca das Duo Funkstörung. Als „die deutschen Autechre“ wurden sie gehandelt und erlangten besonders durch ihre unzähligen Verhackstückelungs-Remixe für Künstler wie Jean Michael Jarre, Björk oder den Wu-Tang Clan Aufsehen. Nach der Auflösung des Gespanns im Jahr 2006 widmete sich der Rosenheimer Elektrozauberer Fakesch vor allem der musikalischen Untermalung von Filmen und der Soundgestaltung von Werbespots. In alter Funkstörung-Manier arbeitete er parallel natürlich auch weiterhin fleißig an den Neuabmischungen bekannter Tracks. Bei „Musik aus Strom“ sind die gesammelten Remix-Werke jetzt als Compilation mit Namen „Exchange“ erschienen. [Read more]

LONELADY | Nerve Up

February 26, 2010

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So, und das wird nun wohl das neue Ding. Manchester rückt mal wieder ins Zentrum des independenten Musikinteresses. Bei all den Reminiszenzen an Joy Division, The Fall, New Wave, Madchester, Rave und anderer Haciendiana der letzten Jahre betonieren sich die Achtziger weiter als das Nichtendenwollendste aller Jahrzehnte ein. Und sind doch auch Geschichte für jemanden wie Julie Campbell, die zwar schon dreißig, aber eben noch nicht vierzigplus ist (und damit im Zwischenraum von Erinnerung und Rezeption steckt) und ihre Heimat wahrscheinlich als sich immer wieder dekonstruierendes, musikalisches Selbstzitat erlebt. [Read more]

SETH TROXLER | Boogybytes Vol. 5

February 22, 2010

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„Boogybytes – it’s about score, about clubs and pubs, about personality and the things that define us…“ – mit diesen Vocals beginnt das Intro der mittlerweile fünften Edition der Boogybytes-Mix-CD. Ein schleichend-nahender Startschuss, dem ein stetiger Fluss aus House und Minimal folgt. Zum ersten Mal beauftragten die Verantwortlichen bei bpitch Control nicht einen hauseigenen Star mit der Zusammenstellung und Komposition des Label-eigenen Vorzeigeprojekts, sondern ließen den in Berlin residierenden Detroiter Seth Troxler ran, der via Boogybytes 5 ein musikalisches Bild der Stadt zeichnen wollte, in der er lebt – so, wie er sie empfindet. [Read more]

Virale Videos | Wer Bin Ich

February 22, 2010

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Die beste Marketingkampagne ist immernoch stillsein und abwarten – meist übernimmt die Zielgruppe die Verbreitung interessanter Meldungen ganz ohne dazu angeleitet zu werden. So auch im Fall dieser viral verbreiteten Clip-Serie, über deren Herkunft und Zweck sich seit zwei Monaten Internetnutzer den Kopf zerbrechen. [Read more]

Two Door Cinema Club | Tourist History

February 19, 2010

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Nach all den Jahren Popmusikgeschichte ist der Spielraum für klang- und sinnvolle Namen irgendwann ausgereizt – Two Door Cinema Club ist so ein Beispiel für einen grenzwertigen Namen. Viele würden das – vor allem im Zusammenhang mit ihren Songs, als ein weiteres Zeichen für das Ende des originalen Pop deuten.
Doch warum so fatalistisch, so ernsthaft? Pop soll Spaß machen, nicht zu einer Fleißaufgabe werden. In dieser Hinsicht machen Two Door Cinema Club auf ihrem schwindelerregenden 33-Minuten-Debüt „Tourist History“ alles richtig. [Read more]