szmtag

Stylemag.net

Stylemag.net ist Euer tägliches Online-Update für Fashion, Music und Culture. Mit jeder Menge News und Reviews, Stories und Bildstrecken, Tipps und Looks.

INFO

reviews

Die neuen Platten | Von RP Boo bis Daft Punk

Die neuen Platten | Von RP Boo bis Daft Punk

RP Boo – Legacy Footwork ist der Free Jazz elektronischer Tanzmusik. Nicht dass wir Europäer uns sonderlich gut bewegen könnten zu 160 bpm schnellen, synkopischen Beats, nein, das überlassen wir lieber den Chicagoer Ghetto Kids und ihren akrobatischen Tanzzirkeln. Es ist unser Hirn, das schnurrend anspringt wenn RP Boo sein Vermächtnis auf uns niederklöppeln lässt, [...]


Joane Skyler | orz

Joane Skyler | orz

Joane Skyler hat gerade einmal 142 Fans auf Facebook und kommt laut Soundcloud-Profil aus England aber wer weiss das schon so genau. Selbst für ihr Geschlecht kann ich mich nicht verbürgen, es ist aber zu hoffen, dass das junge Existenzialisten-Mädchen auf dem Foto tatsächlich die Künstlerin selbst darstellt. Immerhin war es ihr offensichtlich weiblicher Name, [...]


Filthy Huns – s/t | Review

Filthy Huns - s/t | Review

Was wissen wir? Zunächst einmal, dass wir Glück gehabt haben. Filthy Huns‘ Album gleichen Names war eigentlich nur als Tape-Release geplant, limitiert auf 100 Stück und für 6 U$D zu beziehen bei Not Not Fun. Seit dieser Woche gibt es das Werk auch digital und bringt es zum ersten Favoriten des jungen Jahres. Filthy Huns ist Nick Koenigs, anscheinend [...]


ZODIAK FREE ARTS CLUB | Floating World

 ZODIAK FREE ARTS CLUB | Floating World

Junge Menschen schrauben an antiken Synthesizern herum und erklären Klaus Schulze und Edgar Frese zu den neuen alten Göttern. Teengirl Fantasy, Blondes und Stellar Om Source beackern das Feld des analogen Kraut-Ambients bereits innovativ wie erfolgreich. Ein junger Produzent namens Argy hat nach Zusammenarbeit mit Elektronik-Pionier Manuel Göttsching nun einen eigenen Beitrag zu diesem Revival [...]


JOSH T. PEARSON | The Last Of The ….

JOSH T. PEARSON | The Last Of The ....

Nach 10 Jahren Versteckspiel traut sich Josh T. Pearson wieder in die musikalische Öffentlichkeit. Der charismatische Texaner, dessen Band „Lift To Experience“ 2001 von John Peel geadelt wurde, verschanzte sich zwei Tage und Nächte im Berliner Studio um dann herauszukriechen, in seinen Händen das Soloalbum „The Last Of The Country Gentlemen“.


LYKKE LI | Wounded Rhymes

LYKKE LI | Wounded Rhymes

Vor nunmehr drei Jahren imponierte Lykke Li mit ihrem exzentrischen, hippieesken Debütalbum „Youth Novels“ die hungrige Musikkritikerszene. Und dann wurde es so plötzlich stumm um sie herum, wie es zuvor laut war. Jetzt kommt sie zurück. Erwachsener, wenigstens evolutionär, scheinbar mutiger, und gar nicht mehr so Friede, Freude, Eierkuchen.


FALTY DL / You Stand Uncertain

 FALTY DL / You Stand Uncertain

Falty DL löst sich auf – in Wohlgefallen, in Wasser, in Unbestimmtheit. Kurz: Post-Dubstep. Oder eigentlich: Prä-Dubstep, denn die Pfade, die hier verlassen werden, führen stracks zurück zu House, Breakbeats und Ambient, davor, danach, alles das gleiche irgendwie, was aber auch nichts Neues ist im weiten Feld elektronischer Musik, wo sich ahnungslose Jugend und gecrackte [...]


CHRISTOPH DE BABALON | A World of My Own

CHRISTOPH DE BABALON | A World of My Own

„ A World of My Own“ – treffender hätte Christoph de Babalon sein neues Album nicht betiteln können. Seit jeher befindet sich der in Berlin lebende Künstler in einem solipsistischen Universum. Jenseits von allem, was zwischen IDM und Clubmusik passiert, findet sich auch diese Talfahrt durch Breakcore, Noise und Ambient wieder.


KURT VILE | Smoke Ring for My Halo

KURT VILE | Smoke Ring for My Halo

Kurt Vile ist neuerdings sein bester Freund. Das war nicht immer so. Drei Alben lang hat es gebraucht, bis der langhaarige Schlacks aus Philadelphia die eigenen Empfindlichkeiten vollends aus dem Schrank und umwegslos näseln, nuscheln, zerdehnen und komische Sachen sagen lässt, die “Smoke Ring for My Halo” quasi mit dem Anschlag des ersten Akkordes zur [...]


KREIDLER | Tank

KREIDLER | Tank

Andro Wekuas „Workshop Report“ ziert das achte Album der nun schon seit 15 Jahren bestehenden, Berlin-Düsseldorfer Band Kreidler. Und ähnlich wie Wekuas Kunst, sind auch Kreidler expressive, zum Teil futuristische und doch retroperspektivische Künstler, die mit ihren Songs schwer nach vorne galoppieren.


Thousands | The Sound Of Everything

Thousands | The Sound Of Everything

Der Klang von Allem. Das ist das Geräusch, dass man nicht wahrnimmt, oder eben nur dann, wenn man sich darauf konzentriert. Vogelgezwitscher, das beinah lautlose Herabstrudeln eines Herbstblattes, das Knistern von taufeuchtem Lagerfeuerholz. Das Seattler Duo Thousands präsentiert mit seinem Debüt-Album Musik purer Momentaufnahmen. Die in ihrer gedämpften Einfachheit und durch einen präzisen Gitarreneinsatz an [...]


WYE OAK | Civilian

WYE OAK | Civilian

Nichts erwarten und fürstlich belohnt werden – der Traum eines jeden Musikforschenden. Bei Wye Oak funktioniert das in beide Richtungen: weder Plattenfirma und Kritiker noch die Künstler selbst wußten was da auf sie zu kommt, “Civilian” ein Album morgentaufrisch und berstend vor unschuldiger Entschlossenheit, trendfrei und warm vom Herzensblut des Duos aus Baltimore.


MANI NEUMEIER & KAWABATA MAKOTO | Samurai Blues

MANI NEUMEIER & KAWABATA MAKOTO | Samurai Blues

Kurz gesagt, beim Hören dieser Platte spielt im Kopf ein Cut-up Film aus Paul Lenis Stummfilmklassiker „Das Wachsfigurenkabinett“ von 1924, Akira Kurosawas „Yojimbo“ und „Rashomon“ und Terry Gilliams Gonzontologie „Fear and Loathing in Las Vegas“.


TREEFIGHT FOR SUNLIGHT | TreefighforSunlight

TREEFIGHT FOR SUNLIGHT | TreefighforSunlight

Treefight for Sunlight versprechen nicht zuviel mit ihrem Namen, der wie ein wildes Märchen klingt. Übermütig, kindisch und albern sind Treefight for Sunlight. Und wie das geht, wissen die vier Dänen aus erster Hand – sie haben im Kindergarten gearbeitet. An der nötigen Vorstellungskraft mangelt es Mathias Sørensen (Perc., Voc), Morten Winther Nielsen (Git., Voc.), [...]


NICOLAS JAAR | Space is Only Noise

NICOLAS JAAR | Space is Only Noise

Wunderkind die Zweite. Nach James Blake, tritt nun der 20-jährige New Yorker Nicolas Jaar aus einem Clubzusammenhang heraus in eine breitere Wahrnehmung und genau wie Blake, erreicht Jaar das durch eine zuweilen schwer zu ertragende Emotionalität und dem präzisen Übereinanderschichten unterschiedlicher Stilmittel, in diesem Fall Blues, House, Glitch, Klassik oder Field Recording Versatzstücken.


EARTH | Angels of Darkness, Demons of Light 1

EARTH | Angels of Darkness, Demons of Light 1

Schauplatz: Seattle; Zeit: Ende der Achtziger Jahre. Da sitzen ein paar ungewaschene Jungs mit reichlich Grünzeug in den Köpfen und Flanell an den Leibern herum, beflissen mit dem Nachspielen von Black Sabbath-Alben beschäftigt. Welche Blüten aus diesen Übungskellern bis in die Charts gewachsen sind, dürfte noch einigen in Erinnerung sein. Mit Gitarre, Bass, einem umgefallenen [...]


GIL SCOTT-HERON & JAMIE XX | We’re new here

GIL SCOTT-HERON & JAMIE XX | We're new here

Zunächst das Versprechen, dass es in dieser Rezension keine „The revolution will not be remixed“ Witze geben wird. Dennoch muss wahrscheinlich zu allererst die Frage gestellt werden, wer hier wen re-interpretiert: hat Jamie Smith bzw. Jamie xx das lang erwartete, 2010 erschienene und weitläufig gelobte Album des Spoken-Word-Graureihers schlicht in tausend Stücke zerschmettert, mit denen [...]


CUT COPY | Zonoscope

CUT COPY | Zonoscope

Seit dem ersten Album Bright Like Neon Love 2004 und dem viel beachteten In Ghost Colours von 2008 hat die halbe Popwelt bei den Australiern gespickt und deren Alleinstellungsmerkmal der gewitzten Kombination von 80s-Nostalgie und Indie-Pop-Melodik zum Trend der letzten Jahre gemacht.  Braucht’s da wirklich noch mehr? Ja, sagen wir, es ist nie genug. Wir [...]


JAMES BLAKE | James Blake

JAMES BLAKE | James Blake

James Blake in der Gefahrenzone: Hype, Konsens, Majors. Wer weiß schon ob das vom 23-jährigen Londonder (Ex)-Goldsmith Studenten alles genau so geplant wurde, Zeit darüber nachzudenken, hat er zumindest keine mehr. Blakes bröckelige, im tiefsten Leiden einer jungen Seele angelegte und Schicht um Schicht elektronisch verdichtete Schmerzensstimme rührt halb Popland zu euphorischen Schluchzern, das Wunderkind [...]


SEEFEEL | Seefeel

SEEFEEL | Seefeel

Sehen und fühlen ist wirklich das, was man beim Hören der selbstbetitelten ersten Platte, die Seefeel nach 14 Jahren Bühnen- und Studioabsenz tut. Als erste Band mit Gitarren, die je bei Warp Records unter Vertrag genommen wurde, kommt ihnen sicherlich die Rolle zu, jene Musik gemacht zu haben, die noch infantile Mitglieder von Gang Gang [...]


HERCULES AND LOVE AFFAIR | Blue Songs

HERCULES AND LOVE AFFAIR | Blue Songs

Erstes, zweites, drittes Hören – bei Hercules and Love Affairs’ verflixtem zweiten Album verschiebt sich kontinuierlich die Erkenntnislage. Langweilig. Hübsch? Wundervoll! Andy Butlers unstete Karawane ist von hier nach dort gezogen, von Disco zu Disco House, von DFA zu Moshi Moshi, von Antony zu Aerea Negrot und Shaun J. Wright, von Goldsworthy zu Pistel und [...]


ESBEN AND THE WITCH | Violet Cries

ESBEN AND THE WITCH | Violet Cries

Wer denkt, dass Hexen total 2010 sind, muss noch mal denken. Der Spuk geht nämlich weiter. Wo uns Zola Jesus letztes Jahr schon am Kragen gepackt, uns tief in die Augen geschaut und von ihrem Schmerz erzählt hat, da machen Esben and the Witch jetzt weiter. Melodramatisch geht es zu, nichts mit verspieltem Rumgepitche und [...]


WHITE LIES | Ritual

WHITE LIES | Ritual

White Lies sind sozusagen die bandgewordene Hauptfigur des Coming-Of-Age-Filmklassikers über den jungen Harold, der das Leben nicht liebt, Trost bei den Toten sucht und schließlich in der lebenshungrigen, aber sterbenden Maude findet. Genau wie Harold hatten auch sie keine Ahnung vom Leben, wussten nicht wer Echo and the Bunnymen oder Tears for Fears waren und [...]


FAUST | Something Dirty

FAUST | Something Dirty

Soso, jetzt gibt es also Gangsta Rap aus Wümme bei Hamburg? Nein, natürlich nicht. Faust wollen uns nur ein wenig in die Irre führen mit dem Albumtitel und einem Stück namens „Tell the Bitch to Go Home“. Dass eine Band mit 40-jähriger Geschichte und 19 Alben auf dem Buckel nicht vorhersehbar sein möchte, ist verständlich. [...]