Biennale di Venezia | (seufz)
June 6, 2009

So macht man Marketing! Einfach mal Vendeigs zweitberühmteste Brücke großzügig verschalen, so dass wirklich nur noch die Grunderkennungsmerkmale barocker Kerkertransportwege übrig bleiben, ganz dezent branden und sicher sein, dass dieses Motiv zehntausendfach pro Tag fotografiert und aufs viralste verbreitet wird. Wer da noch seufzt, hat gar nichts verstanden. Wer da nicht seufzt, auch nicht.
Werbung als Angriff | Radical Advertising
July 31, 2008

Was haben ein auf Hochglanzpapier gedrucktes Bild eines blutverschmierten Soldatenhemdes und ein interaktives Pissoir gemeinsam? Beides sind Exponate der Ausstellung „Radical Advertising“, die im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft bahnbrechende Werbestrategien der vergangenen 30 Jahre präsentiert. Neben den Kampagnenmotiven des Modelabels Benetton und dem Pinkelbecken, mit dem die Frankfurter Taxi-Innung wirbt, findet sich auch der „erste Guerillastore in einem Museum“ von Comme des Garçons. „Wir zeigen Paradigmenwechsel in der Werbung“, erklärt Kurator Werner Lippert das Konzept der Ausstellung. „Radical Advertising“ präsentiert, was gegen den Strich geht. Bis in die 1980er Jahre dominierten Lächeln-auf-Knopfdruck erzeugende Kampagnen mit gut gelaunten und gut aussehenden Menschen. Vor den Realitäten von HIV, Umweltkatastrophen, Spannungen in der Golfregion und dem ehemaligen Jugoslawien nahmen in den 1990er Jahren Konsumenten diese Illusion einer heilen Welt immer weniger an. [Read more]
Ad Attack | Radical Advertising
July 25, 2008

“Radical Advertising” presents what goes against the grain. For a long time, campaigns with cheerful, attractive people who smiled at the touch of a button dominated. In the nineties, with the realities of HIV, environmental disasters as well as tensions in the Gulf region and the former Yugoslavia, consumers came to increasingly not accept this illusion of a perfect world. Shock advertising addressed this feeling. “The strategy was: advertising as attack. Campaigns that broke taboos. One wanted to generate disgust and horror,” recounts curator Werner Lippert. [Read more]

