Dream on, Bruce
Juni 4, 2010

„Erfahrungsarchitektur“ heißt das Stichwort zur Ausstellung vom Goldener-Löwe-von-Venedig-Preisträger und ewigen Farmerboy Bruce Nauman. Denn die Gebäude der kleinen Nauman-City, die Eugen Blume und Gabriele Knapstein als Kuratoren vom Hamburger Bahnhof in dessen große Halle gestellt haben, sind mehr als Konzeptkunstklassiker. [Read more]
Porentief fein | Fotorealismus
April 5, 2009

Nicht jede Auflehnung gegen den Status Quo führt automatisch in die Avantgarde. Das Deutsche Guggenheim in Berlin präsentiert nun mit der opulenten Ausstellung „Picturing America“ eine Sparte von Künstlern und Künstlerinnen, die eigentlich alles richtig gemacht haben – und scheinbar doch alles falsch. Mit ihren fotorealistischen Gemälden leisteten sich Künstler wie Don Eddy, Richard Estes, Audrey Flack, Chuck Close, Robert Bechtle, Ben Schonzeit, Malcolm Morley, Ralph Goings oder Tom Blackwell in kühler Gelassenheit einen veritablen Affront gegen das Art Establishment der späten 1960er und 1970er Jahre: Sie kopierten Fotos, betrieben ungeniert mimetische Malerei – und darauf stand die Strafe missachtet, verunglimpft oder wenigstens totgeschwiegen zu werden. [Read more]
Hanne Darboven | R.I.P.
März 13, 2009

Hanne Darboven ist tot. Als eine der sperrigsten und produktivsten Künstlerinnen prägte die Hamburgerin (*1941) eine deutsche Variante der Konzeptkunst. Ende der 1960er fand sie Zugang zu den Vertretern der Minimal Art in New York und schlug einen entschieden eigenen Weg in die Serialität ein. [Read more]
Saâdane Afif | Le Demon Répétitif
August 19, 2008

Saâdane Afif ist so etwas wie ein Filter, der unendlich viele Antworten liefert, hochgradig rekursiv, eindeutig formal definiert, Hall erzeugend in dem Sinn, dass seine Arbeiten in ihrer Konzeption fast instabil wirken und ephemer werden, sobald man sich zu sehr eingeredet hat, sie zu verstehen. Der französische Künstler mit Sitz in Berlin hat kein Atelier – außer seinem Kopf und dem Ort der nächsten Ausstellung. Dennoch kann man seine Arbeit nicht sitespezifisch nennen. Wie auch besagte Filter analog sind, existiert Afifs Arbeit in einem Referenznetz aus Analogien, aus verschiedenen Darstellungen ein und derselben Sache, sowohl in Zeit und Raum, als auch in der Verschaltung von Wahrnehmungstechniken.
Saâdane Afif im Witte de With
Juni 12, 2008

Saâdane Afif, „More more“, 2003
Neon light, pile of photocopies, 110 x 50 cm
View of the exhibition Two…, FRAC Basse-Normandie, 2008
Photo : Marc Domage, Courtesy Galerie Michel Rein, Paris
Heute eröffnet Afifs Ausstellung „Technical Specifications“ im Rotterdamer Witte de With Center for Contemporary Art. Für Style 100 hat sich unser Autor Paul Feigelfeld mit dem französischen Künstler, der in Berlin lebt, unterhalten und sich so seine Gedanken gemacht. Ein Grund mehr, sich auf die Sommerausgabe Juli/August zu freuen…
Eröffnung: 12. Juni, 18 Uhr
Ausstellung: 13. Juni bis 24. August 2008



