Richard Wright R.I.P.
September 16, 2008

Noch ein Pfeifer, der vor den Toren des Morgengrauens steht: Nach Syd Barrett (2006) ist nun auch Richard Wright gestorben, seines Zeichens Urmitglied und Tastenspieler der Schweine-im-Weltall-Band Pink Floyd. Er erlag einem Krebsleiden. Er wurde 65 Jahre alt. Auf dem Foto oben ist er ganz links zu sehen. [Read more]
Spiritualized | Die Another Day
August 29, 2008

Death, says Jason Pierce on the telephone. To be close to death makes life more meaningful. In terms of near-death experiences, Jason Pierce already has a lot behind him. He’s not the head but the sole mastermind behind Spiritualized—an act that can frequently grow to the size of an orchestra. He has been making music for almost 25 years now. In his Spaceman 3 days with former colleague Pete Kember, he shared more than just a propensity for polytoxicomania, which also didn’t shy away from heroin. Before recording the new, sixth album “Songs In A & E,” he suffered a setback: bilateral pneumonia. He fought for his life for two weeks in the hospital but had already written the songs for the album. Perhaps they never would have seen the light of day. [Read more]
Spiritualized | Im Angesicht des Todes
August 26, 2008

Der Tod, sagt Jason Pierce am Telefon. Ohne den Tod kein Leben, ohne Todeserfahrung, vielleicht sogar Todesnähe kein Sinn. Jason Pierce, nicht Kopf, sondern alleinige Zentrale des oftmals orchestergroßen Gefüges namens Spiritualized, hat in Sachen Todesnähe schon einiges hinter sich. Seit fast 25 Jahren macht er schon Musik, mit seinem früheren Mitstreiter Pete Kember aka Sonic Boom aka Spectrum (zu dem er übrigens keinen Kontakt mehr pflegt) teilte er nicht nur in seiner Zeit bei Spacemen 3 den Hang zur Polytoxikomanie, der auch vor Heroin nicht zurückschreckte. Vor den Aufnahmen zum neuen, sechsten Album „Songs In A & E“ warf ihn dann eine doppelte Lungenentzündung zurück. Zwei Wochen rang er in einem Krankenhaus um sein Leben, heißt es, die Songs für dieses Album hatte er zu dem Zeitpunkt schon geschrieben. Aber vielleicht hätten sie nie das Licht dieser Welt erblickt. [Read more]
Martina Topley Bird
August 22, 2008

DIE GUTE GÖTTIN DER MELANCHOLIE.
Der blaue Gott ist mächtig. Er ist der gute Gott der Melancholie, der alle, die ihm verfallen sind, unvermittelt in den Bann zu schlagen vermag, eine Weile in ihnen badet, um ebenso plötzlich wieder zu verschwinden.
Martina Topley-Bird, die seit Trickys Debut und Trip-Hop-Blaupause „Maxinquaye“ zu seiner göttlichen Engelsschar gehörte, hat ihm über die Jahre treu gedient. Ihr jüngstes Opus „The Blue God“ ist nicht nur nach ihm benannt, sondern wartet auch immer noch stellenweise mit den traurig-verkrachten Zwischentönen auf, die weiterhin das Hohelied des Downseins singen und nach denen Tricky, der asthmatische Kiffhanger und Vater ihrer Tochter, seit jenem Meilenstein weitestgehend vergeblich fahndet. Aber Martinas blauer Gott im Jahre 2008 schillert in vielen Facetten, vom himmlisch gelassenen Blau eines Sommertages über die tiefblaue Wut, die entsteht, wenn die Dämonen der Vergangenheit nicht gehen wollen. [Read more]
Neu auf dem Friedhof der Bands: Be Your Own Pet
August 11, 2008
So jung kommen sie nicht mehr zusammen: Die Teenieriotpunkband Be Your Own Pet aus Nashville, Tennessee hat leider das Zeitliche gesegnet. Wie die Band auf der eigenen Webseite mitteilt, werden die anstehenden Konzerte in England (das letzte am 26.8. in London) ihre letzten sein. Über die Gründe kann nur spekuliert werden – Be Your Own Pet hatten sich öfter über Zensur seitens Management und Plattenfirma beklagt. Die Musik der Band war meist laut und schnell, die Texte exquisit und direkt aus der Teenie-Perspektive geschrieben. Beste Zielgruppenmusik also. Leider jetzt schon wieder von gestern. [Read more]
Death Cab For Cutie: Death Trap, Quite Spooky
Juli 14, 2008

There could hardly be a more ominous beginning. The intro song “Bixby Canyon Bridge” treads in the tracks of Jack Kerouac in Big Sur. After that, there’s a grumbling bass line and a whole lot of guitar reverb that slowly develops into a threatening piece. „We’ve got to spend some time, love,“ begins Ben Gibbard after four minutes. “And I know you will find, love, I will possess your heart.”
It seems as if something has happened, something is askew in the world of Death Cab For Cutie, the band that makes—in badly phrased terms— indie rock for girls. But it can also be phrased like this: DCFC make guys’ music that, with the sensitivity of the lyrics and that flattering element in Gibbard’s voice, transcends the gender thing. “Narrow Stairs” is the name of the new album. “I came up with the title thinking about the songs and the lyrics,” says bas player Nick Harmer, “and also thinking about the notion of the world as an open field when you are young and it’s getting smaller when you’re getting older. It reflects us personally and professionally at the midlife point where we are now.” [Read more]
Death Cab For Cutie & more Dates
Juli 11, 2008

Bedrohlicher kann es nicht klingen: Heute sind die bei uns belobigten Death Cab For Cutie in Berlin. Wer Indierock für Mädchen, Jungs, Männer und Frauen mag, sollte hingehen!
DEATH CAB FOR CUTIE + Styrofoam
Kesselhaus
Maschinenhaus
Knaackstr. 97
10435 Berlin
http://www.kesselhaus-berlin.de
Freitag, 11.7.
Einlass 20 Uhr
Eintritt ca. 23 €
UND
Sub:Stance | Berghain

Mala (Digital Mystiks)
Seit Anfang des Monats pumpt im Berghain das neue Funktion One 6.1. Soundsystem. Eine gute Gelegenheit, den Freitag zu vitalisieren und das Haus mal mit einer anderen Form von 138 pbm-Beats zu beschallern. Die Berliner Dubsteppaz scharren jedenfalls schon seit Wochen mit den Füßen. Mit Scuba (Hotflush), Distance (Planet mu) Mala (1/2 von Digital Mystiks, DMZ), Shackleton & Applebim (Skull Disco) und (Berlin Represent!) T+++ (Ex-Monolake) ist das Line-Up so voluminös geworden, dass wir gleich mal neugierig auf die zweite Runde geworden sind, so von wegen: wer bleibtn da noch übrig? In nicht ganz drei Monaten wissen wir mehr. In der Panne-Bar spielen derweil Sascha Funke, Jennifer Cardini Platten und Robert Babic live.
www.berghain.com
Fr. 11.7. 24 Uhr
Berghain, Am Wriezener Bhf./Wriezener Karree, Berlin Friedrichshain
UND
Santogold | Tape

Ein Hipster Darling auf Deutschland-Visite. Die Rede ist nicht von Barack O. sondern von Santi White alias Santogold. Die stattet nun Berlin tatsächlich einen Besuch ab, nachdem ein erster Angang in letzter Minute ausfiel. New Yorker Stilmix zwischen tanzbaren Offbeats und New Wave inspiriertem Großstadt Soundtrack, so etwas wie ein Must Have Seen (zumindest aber Must Have Heard) der Saison.
11.07
Heidestr. 14
Berlin-Mitte
Mit Schowi&DJ Passion aka Bass Ill Euro, Ben Mono, San Gabriel uvm.
myspace.com/santogold
www.ben-mono.de
myspace.com/bassilleuro
myspace.com/djsangabriel
Death Cab For Cutie | Die sanfte Bedrohung
Juli 7, 2008

Bedrohlicher kann es kaum beginnen. Auf den Spuren von Jack Kerouac stapft der Eröffnungstrack über die „Bixby Canyon Bridge“. Dann folgt ein mürrischer kleiner Basslauf, eine Menge Hall auf der Gitarre, ein langsam sich hinentwickelndes, dräuendes Stück. „We’ve got to spend some time, love“, beginnt Ben Gibbard nach vier Minuten. „And I know you will find, love, I will possess your heart.“ [Read more]
Platte der Woche | SPIRITUALIZED
Juni 27, 2008

SPIRITUALIZED
Songs in A & E
Der Tod, sagt Jason Pierce. Ohne den Tod kein Leben, ohne Todeserfahrung, vielleicht sogar Todesnähe kein Sinn. Jason Pierce, nicht Kopf, sondern alleinige Zentrale des oftmals orchestergroßen Gefüges namens Spiritualized, hat in Sachen Todesnähe schon einiges hinter sich. [Read more]
Esbjörn Svensson R.I.P.
Juni 16, 2008

„Don’t go near the water“, sang Brian Wilson auf der Beach Boys-Platte „Surf’s Up“. Denn das Wasser kann gefährlich sein. Sein Bruder Dennis Wilson hielt sich leider nicht an diesen Ratschlag, er verunglückte tödlich im Pazifischen Ozean im Jahr 1983. [Read more]


