Jagd auf den Goldenen Leoparden

August 3, 2010

Vom 4. – 14. August konkurrieren beim 63. Internationalen Filmfestival von Locarno im Hauptwettbewerb 18 Produktionen um den begehrten Goldenen Leoparden, darunter der Spielfilm „Im Alter von Ellen“ von Pia Marais sowie drei weitere deutsche Koproduktionen. Gezeigt werden in den verschiedenen Sparten insgesamt 290 Filme, davon 50 Weltpremieren. [Read more]

Wu Tang Clan | Splash Festival

Juli 28, 2010

Da hatte Wu-Chef und Produzentengenie RZA nicht zuviel versprochen, als er bei dem frühabendlichen Workshop der Red Bull Music Academy auf dem diesjährigen Splash Festival verlauten ließ, dass sein Clan vollzählig und in bester Verfassung anrücken würde. Um Mitternacht angekündigt, ließen die alten Showbiz-Hasen ein wenig auf sich warten, um die skandierende Menge noch wuschiger zu machen. Dann gab es alles, was man sich gewünscht hatte von der einflussreichsten Gang des Hip Hop. [Read more]

Splash Festival

Juli 24, 2010

Wo letztes Wochenende noch das MELT die Indiekids bespaßt hat, gibt es ab heute für drei Tage ein Unterhaltungsprogramm, das HipHopperherzen höher schlagen lässt. Die Highlights des Line Ups heute sind Raekwon, Kool Savas und Nas. Samstag gibt es den Wu Tang Clan und Sonntag Missy Eliott. [Read more]

Melt! Festival | Day Three

Juli 19, 2010

Was is’n eigentlich Helga?


14:00 Uhr Zeltplatz:  Kein Kater? Keine Kopfschmerzen? Die Kombination Sonne, Alkohol, wenig Schlaf und laute Musik ist und bleibt der gesündeste Lifestyle für meinen Körper. Wir bauen ab, ein bisschen traurig –  mein mobiles Eigenheim „Zelt“ gefällt mir eigentlich ganz gut.
15:30 Uhr, Bench Gemini Stage:  Zurück auf dem Gelände, Hitze und Wolken können sich nicht entscheiden. Erste Station sind Kings of Convenience. Erlend Øye kann auch eine durchzechte Nacht nichts anhaben – heut früh noch im Vip-Bereich unterwegs, verzaubert er mit Kings of Convenience die gepackte Gemini Stage unter langanhaltendem, tosenden Jubel von allen Seiten. Danach mischt er sich wieder unauffällig unter die Festivalbesucher.

17:30 Uhr Converse Main Stage: Johns Stimme ist völlig im Arsch – Ossi erwischt den Takt auch nur zufällig. Was Johnossi auf der Mainstage zu suchen haben fragen sich jetzt gerade nicht nur die wenigen Zuschauer. Patziges „Man must Dance“, das Publikum ist völlig unbeteiligt, ohne Kommentar verschwindet das Duo von der Bühne.

18:15 Uhr, Bench Gemini Stage: Slagmalsklubben  zeigen kurz darauf nebenan, wie’s richtig geht. In Schweden haben selbst die Prolls noch Stil. Technogeballere in die Fresse, stagedivende Krokodile. Ein Spaß.

19:00 Uhr, Converse Main Stage:  Viel zu viel Sonne, viel zu viel Tag für Get Well Soon. Arg laut das Ganze. Aber diese Stimme! Spärliches Publikum – der Rest feiert offensichtlich gerade bei den verrückten Schweden.

19:30 Uhr, Bench Gemini Stage:  Schicksen Disse bei Fred Falke. Jedoch so clever dass ich mich nicht wehren kann. Einzig „Call 911“ mit Florrie auf der Bühne geht so gar nicht. Szenenapplaus für Fred am Bass. Runtergerockt und mit strahlenden Gesichtern tanzen sich die Leute den Rausch aus den Gliedern. So könnte ich jeden Sonntagnachmittag verbringen.

20:30 Uhr, Converse Mainstage: Broken Bells treffen in der Abendsonne genau den richtigen Nerv. Hab Indisches Bio-Food zwischen den Fingern. Ein Bier wär jetzt toll – aber die Heimfahrt naht.
21:00 Uhr, Desperados Beach:  Wie hübsch. Die Desperados Stage ist inzwsichen abgebaut, Leute liegen am Strand. Riton dröhnen von rechts zu uns rüber. Wie wär’s – Deutschlands bestes Festival das ganze Jahr durch?

21:30 Uhr, Intro Zelt:  Vorbei an Fucked Up! zum Ausgang. Massive Attack, Crookers, Goldfrapp und WhoMadeWho werden noch folgen – leider ohne mich. Das Leben außerhalb der Eisenstadt wartet. Bis zum nächsten Jahr: „Bye, Bye Melt!“
Ein kostenloser Sampler von Freeload.de zum Nacherleben steht euch hier zur Verfügung.

Text und Bilder > Vanessa Schneider

Melt! Festival | Day Two

Juli 19, 2010

Day n’ Night.

09:30 Uhr Zeltplatz:  Duschen. KALT! Die Sonne ist weg, alles ist regennass und ich habe außer dem Bikini keine Garderobe im Gepäck dem Wasser angemessen zu begegnen. Zurück im Schlafsack sieht die Welt draußen gleich ganz anders, geradezu idyllisch aus.
16:00 Uhr, Melt!-Festivalglände:  Sonnenverbrannte Schultern und Nasen trudeln langsam im blitzsauberen Festivalgelände ein. Noch zieht kein Act die schlaftrunkenen Besucher stärker an als das Fleisch auf ihren Grills.

17:40 Uhr Bench Gemini Stage: Verwundert schaue ich zur Stage hinunter: Vor der Bühne auf der Jamaica in wenigen Minuten spielen sollen haben sich nur ein knappes Dutzend Leute verirrt. Der französische Ed-Banger-Act mit dem irreführenden Namen kommen sodann unter Reggaebeschallung auf die Bühne, nur um Gitarren und Bassdrum umso lauter anzuspielen. Kaum dröhnt der Bass durch die Boxen wächst das Publikum um ein vielfaches. Sollte es je ein Remake von Bill & Ted’s Reise durch die Zeit geben – dies wäre der perfekte Soundtrack.

20:00 Uhr, Melt!-Festivalgelände: Dendemann versucht’s mit der Mainstage aufzunehmen, scheitert aber leider an der Größe. Währenddessen spielen Friendly Fires auf der  Bench Gemini Stage und verwadeln das Glashaus in einen Hipster-Zappelzirlus. Riesenspaß, Hände in die Luft. Katzen und Elefanten neben mir. Auch Frauen mit Schnurrbart.

22:15 Uhr, Intro Zelt:  „I’m telling you man, it’s fucking Jesus & The Mary Chain playing in there!!“ Zwei Briten streiten sich über die Band im Zelt, ich weiß was mich erwartet und bin trotzdem überrascht von Big Pink’s gewaltigen Sound. Mädchen mit Blumenkranz am Schlagzeug, Robbie Furze und Milo Cordell konkurrieren tatsächlich mit eben genannten Shoegazern. Kaum jemand erkennt das Cover von Beyonce’s „Beautiful Stranger“ wieder. Übersingle „Dominos“ und jähes Ende. Höhepunkt.

23:40 Uhr, Intro Zelt:  Futureheads – neues Album, gewohnter Klang. Keine Überraschungen auch Live – dafür eine geballte Ladung Indie-Rock so wie wir ihn wollen. Fäuste recken, Füße in die Luft und dazu die charmante Warnung an die tobende Menge: „No matter where you go, there will always be english people!“

00:10 Uhr, Converse Mainstage: Auf dem Weg zu & Love Affair rauschen verstörende Bilder und Klänge an mir vorbei. Cunningham hat seinen Slot mit DJ Shadow getauscht und spielt zwei Stunden früher als angekündigt. Faszinierend- irritierende Visuals und die völlig leere Bühne erinnern fast schon an sonische Kriegsführung. Gebannt löse ich mich nur schwer von der Performance. Aber Hercules wartet!

0:45 Uhr, Bench Gemini Stage: Alle tanzen. Vor der Bühne auf der Bühne – aber mich erreicht die Musik nicht. Ich bin total enttäuscht von & Love Affair. Nach der Hälfte des Sets gehen wir, vorbei an DJ Shadow zu den Münchner . Die Lichtinstallationen, Diskokugeln im Firmament und Projektionen lassen jede Dimension von Zeit und Raum verschwinden. In den folgen Stunden werde ich keinen Blick mehr auf die Uhr werfen – wozu auch.
2 Uhr,  Heat! @ Desperados Beach: Schlachthofbronx  in Bestform. Große Party, Schweiß, Eklektizismus – dieser Sound gehört nicht ins Wohnzimmer. Das Wasser spiegelt die beleuchteten Förderkräne.
3 Uhr,  Converse Mainstage:   Moderat spaltet die Geister. Wir feiern obwohl der Sound schlecht geregelt ist – Festival ist schließlich nicht Club.

7 Uhr, Zeltplatz:  Letztes Shuttle erwischt. Das Gelände ist menschenleer und ihr Müll hat die Herrschaft ergriffen.

Die Sonne ist bereits aufgegangen, ein paar Köpfe tauchen im See auf. Wir schleichen uns zwischen unseren Nachbarn ins Zelt. Schlafen. Another Day n’ Night.

Bilder + Text > Vanessa Schneider

Melt! Festival | So war’s – Freitag

Juli 18, 2010

Heiß, Schweiß, Baby.

12 Uhr Ferropolis, irgendwo im Nichts: unser Zelt steht, erfrischendes Augustiner aus der Kühlbox. Der VIP-Camping-Bereich ist noch gähnend leer und riecht nach frisch gemähtem Grün. Ein hübsches gelbes Bändchen kürt uns zu Melt!-Freunden. Dieser Melt! hat wirklich viele Freunde. [Read more]

T in the Park 2010 | So war’s

Juli 16, 2010

Jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende ereignet sich nahe der schottischen Kleinstadt Kinross in der ländlich beschaulichen Grafschaft Perthshire nördlich von Edinburgh Eigenartiges: Was sonst als sattgrüne Wiese sein Dasein fristet, verwandelt sich für vier Tage in einen überdimensionierten, ziemlich schlammigen Freizeitpark mit hochkarätigster musikalischer Beschallung.

Aus dem ganzen Königreich reist eine unüberschaubare, in ihrer Inhomogenität kaum zu überbietende Masse an Feierwütigen an, die im Großen und Ganzen ganz offensichtlich nur eines im Sinn hat: Saufen und mal wieder so richtig Abspasten. Zeit für „T in the Park“ – neben Glastonbury, Leeds und Reading das größte Festival auf der Insel. [Read more]

SPLASH Tickets! | Verlosung

Juli 12, 2010

Missy Elliot, Wu Tang Clan und NAS ft. Damien Marley! Solche Headliner lassen wir uns gern gefallen. Wo? Auf dem Splash Festival natürlich. Die 13. Ausgabe des ambitioniertesten Hip-Hop-Festivals der Republik findet auch in diesem Sommer wieder auf dem liebgewonnenen Ferropolis-Gelände statt. [Read more]

48 Stunden | Neukölln

Juni 27, 2010

Bereits zum 12. Mal findet das Kunst- und Kulturfestival 48 Stunden Neukölln statt. Auch in den letzten 12 Stunden des Festivals gibt es noch viel zu sehen – viele kleine Galerien, vor allem im Reuterkiez haben geöffnet. Tipp: die Ausstellung KunstStillePost im Heroes in der Friedelstraße.

48 Stunden Neukölln
bis 27.06.
www.48-stunden-neukoelln.de

Green Music Initiative

Juni 16, 2010

Das Melt!Festival wird grün! Aha. Und wie geht das? Das ist nur eine der Fragen, die Jacob Bilabel, der Initiator und Gründer der Berliner Green Music Initiative, täglich beschäftigen. Die GMI kämpft für eine umweltfreundlichere und CO2-Emission-reduzierte Musikindustrie, berät, vernetzt und klärt auf. Vom Clubbesitzer bis zum Major Label, alle können dabei sein. Auf den Spuren einer Initiative, fast ohne Fußabdruck. [Read more]