DAN LE SAC Vs SCROOBIUS PIP
March 10, 2010

Wenn weiße englische Jungs rappen, zieht das unbritische Ohr schnell voreilige Schlüsse und wedelt freudig mit The Streets-Referenzen. Damit liegt es im Fall von Dan le Sac Vs Scroobius Pips zweitem Album “The Logic of Chance” nicht gänzlich falsch, tatsächlich erinnern die jungenhafte Stimme und der schulterzuckende Flow des Oberbartmeisters Pip an einen bessergelaunten Mike Skinner, allerdings ohne sich der Skinnerschen Ladism-Ästhetik zu bedienen oder – wimp wimp – zu tief in Eigensozialdramatik zu stochern. [Read more]
Brother Ali | Cassiopeia
February 24, 2010

Die letzte Tour im Herbst 2009 war blitzschnell ausverkauft – jetzt ist Brother Ali für zwei Konzerte zurück in Deutschland. Unterstützung erhält er von Ex-Puppetmastaz Blake Worrell, wenn er heute Abend im Cassiopeia das Mic in die Hand nimmt. [Read more]
Talib Kweli | Postbahnhof
February 15, 2010

Mit Mos Def unternahm Talib Kweli Ende der 90er die ersten Schritte im Hip Hop-Biz, 50 Cent und Jay-Z zählen zu den Fans seiner geschickten, tiefsinnigen Lyrics und den Beats von Hi-Tek, mit dem in Kürze als Reflection Eternal ein Reunion-Album veröffentlichen wird. Auch heute Abend gilt sein Motto “If you can talk, you can sing. If you can walk, you can dance.”, wenn er im Fritzclub die Bühne betritt.
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Remember The Future | WMF
February 13, 2010

Heute konzentriert sich die Party-Reihe „Remember The Future“ im WMF allein auf dubstep: Neben Headliner Pinch (Bristol UK – Tectonic, Planet Mu) stehen vier weitere DJs auf dem Plan und garantieren für größte Abwechslung mit instrumental Hip-Hop bis von Dub-Techno und Garage beeinflussten Sounds. [Read more]
CHIPMUNK | I Am Chipmunk
February 2, 2010

„I am Chipmunk“, ah ja danke, wir wollten schon fragen. Gerade in Deutschland besteht noch Erklärungsbedarf, der 18-jährige Jung-Rapper aus London hat in unseren Breiten noch lange nicht das Standing, das er sich in seiner Heimat UK in kürzester Zeit erarbeitet hat. Sein Debutalbum könnte jetzt einen tatsächlichen Wendepunkt markieren: die Ankunft eines Underground-Eleven im Mainstream ohne Gesichts- und Credibilityverlust. [Read more]
Friend of Style | Nikeata Thompson
January 25, 2010

„Jamaican Heart – British Style – German Education“ – so beschreibt Nikeata ihren Style. Andere, wie Peter Fox zum Beispiel, sagen einfach sie ist die Beste, die „erste Wahl“. Die Choreografin holt alles aus Künstlern und Tänzern raus, denn Tanzen ist ihr Leben. Trotz harter Arbeit spielen Freestyle und Spaß wichtige Rollen, das sieht man den Videos und Bühnenshows an. Außerdem ist sie das netteste und hübscheste Energiebündel Berlins, fanden auch Seeed, und machten sie gleich zur Tour-Mama. [Read more]
CLIPSE | Til The Casket Drops
December 17, 2009

Grindin, grindin? Nun ja. Die Zeiten scheinen sich geändert zu haben, selbst für The Clipse. Pusha T und Malice hängt der Cocaine-Rap nicht mehr ganz so offensichtlich am Nasenflügel. Ihr drittes Album „Til the Casket Drops“ gibt sich weitaus optimistischer und poppiger in der Ausführung als es der düstere Titel verheißt. Mit der Entscheidung, die Produzenten-Allmacht der Neptunes zugunsten von DJ Khalil und Sean C & LV zu brechen, gehen The Clipse kein Risiko ein, die Tracks der „neuen“ Beatschneider gehören zu den Höhepunkten des Albums, allen voran das eingängige „Kinda Like a Big Deal“, trotz und nicht weil hier Kanye West gefeatured wird, und der fantastische Hip-Hop-Reggae Hybrid „There Was a Murder“. [Read more]
Friend of Style | kniXX
December 4, 2009

Er hat bereits seine eigenen Groupies, die sich, in Schale geworfen oder manchmal als Pussicats maskiert, vor seiner Bühne drapieren und bei den Auftritten ausrasten. kniXX ist ein bisschen wie der elektronische Jim Morrison des 21. Jahrhunderts, Underdog und Rampensau gleichzeitig. [Read more]
Birdy Nam Nam und Crookers im WMF
November 12, 2009

Hip-Hop-Breakbeats-Electro-Mash bringt die Coke DJ-Culture Tour heute abend mit Birdy Nam Nam und Crookers ins WMF.
23 Uhr
12 €
WMF
Klosterstraße 44
10179 Berlin
www.cokedjculture.de
http://www.myspace.com/birdynamnam
http://www.myspace.com/crookers
HUDSON MOHAWKE | Butter
October 31, 2009

Hudson Mohawke kann einem leid tun. Wie sein eigener kleiner Bruder, den man hinterrücks aus einer Lan-Session herausgerissen hat, sieht der 20-Jährige aus, als er in einem Berliner Café das letzte Interview des Tages hinter sich bringen muss. Hudmo, der Glasgower Elektronika-Produzent aus dem agilen Wireblock/ Numbers/Lucky Me Label- und Partycluster, ist ein Sitzer. Wahrscheinlich schon sein ganzes Leben verbringt er vor unterschiedlichen Screens: TV, Playstation, Computer – sein Körper ist da am schwersten, wo er Kontakt mit Stuhl und Armlehnen hat, sein Blick lässt sich während des Gesprächs immer wieder vom leeren Laptop-Bildschirm ablenken, auf dem nichts weiter läuft, als der Audio Recorder. Keine Frage, Hudson wäre lieber woanders, im Studio zum Beispiel, aber was soll er machen, wer ein Album produziert, das erste, auf Warp, muss raus in den Zirkus. Von “Zukunft” ist viel die Rede, wenn man über Mohawke liest, von R&B, Major-Produktionen und auch von Dubstep (liebe Kollegen, schon mal Dubstep gehört? Das geht anders.). Verdammt viel Morgen wird dem weichen Jungen da aufgebrummt, dabei holt er sich die jubelnden Synths und prog-rockigen Beats auf “Butter” in den Achtzigern und Siebzigern ab und überholt damit, sehr zum Ärger der gerade eingewöhnten Kritiker, das Rumpelbeat-Future-R&B Vorzeichen, das seit seinem Tweet “Ooops”-Edit und der Polyfolk Dance EP so überinteressant an ihm klebt. Vielleicht kommt “Butter” als Erstling etwas zu früh, vielleicht oder ganz bestimmt ist es mit 18 Titeln zu lang und sehr wahrscheinlich schwirrt es auch nicht kometengleich in künftige Galaxien. Ein überaus feiner Start ist es aber allemal und es wäre schade, den vorsichtigen Twen mit dem schmutzigen Myspace-Vokabular gleich wieder an irgendeinen P.Diddy zu verlieren, auch wenn Hudson sich schon jetzt nach den dicken Ledersesseln amerikanischer Tonstudios sehnt. [Read more]

