DAN LE SAC Vs SCROOBIUS PIP
March 10, 2010

Wenn weiße englische Jungs rappen, zieht das unbritische Ohr schnell voreilige Schlüsse und wedelt freudig mit The Streets-Referenzen. Damit liegt es im Fall von Dan le Sac Vs Scroobius Pips zweitem Album “The Logic of Chance” nicht gänzlich falsch, tatsächlich erinnern die jungenhafte Stimme und der schulterzuckende Flow des Oberbartmeisters Pip an einen bessergelaunten Mike Skinner, allerdings ohne sich der Skinnerschen Ladism-Ästhetik zu bedienen oder – wimp wimp – zu tief in Eigensozialdramatik zu stochern. [Read more]
don’t miss | Citadels
March 9, 2010

Eigentlich hatten wir uns doch auf die Rückkehr der Gitarren gefreut. Und dann so was: da beharren THE CITADELS doch tatsächlich auf ihre Synthesizer. Stefan “Bramble” Ferguson, Jimmy Lazers, Lucy “Sunchild” Taylor klingen, wie ihre Spitznamen schon andeuten, eher nach Landeiern auf Psychopharmaka als nach Großstadt-Hippies – und das obwohl das Trio keineswegs aus Oklahoma stammt, sondern aus London. [Read more]
FRIGHTENED RABBIT
March 5, 2010

Nach einem harten Winter folgt der schönste Sommer – ein Allgemeinplatz auf dem man sich auf „The Winter of Mixed Drinks“, dem dritten Album von FRIGHTENED RABBIT, wiederfindet. Harte Zeiten, harte Drinks und schlechtes Wetter: Bei uns kommt Rum in den Tee oder der Wein auf den Herd, drüben im feucht-kühlen Schottland helfen Scotch und Whisky-Longdrinks gegen frostige Finger und trübe Gedanken. [Read more]
Temper Trap
February 27, 2010

Letztes Jahr wurde die ausverkaufte Tour zum Debütalbum „Conditions“ kurzfristig abgesagt – dafür kommen die Australier Temper Trap ein halbes Jahr später zurück nach Deutschland. Aber besser spät als nie, denn jetzt wo sich die Songs durch zahlreiche Serien und Filme schon in unseren Ohren eingenistet haben, können wir auch laut mitsingen. [Read more]
LONELADY | Nerve Up
February 26, 2010

So, und das wird nun wohl das neue Ding. Manchester rückt mal wieder ins Zentrum des independenten Musikinteresses. Bei all den Reminiszenzen an Joy Division, The Fall, New Wave, Madchester, Rave und anderer Haciendiana der letzten Jahre betonieren sich die Achtziger weiter als das Nichtendenwollendste aller Jahrzehnte ein. Und sind doch auch Geschichte für jemanden wie Julie Campbell, die zwar schon dreißig, aber eben noch nicht vierzigplus ist (und damit im Zwischenraum von Erinnerung und Rezeption steckt) und ihre Heimat wahrscheinlich als sich immer wieder dekonstruierendes, musikalisches Selbstzitat erlebt. [Read more]
Hurts / So So Modern | Magnet
February 26, 2010

Ein Blick auf die andere Seite des Globus lohnt sich, schaut man sich die Elektro-Punks So So Modern genauer an. Die britischen Hurt, ein weiterer Hot-List-Act 2010, mit kitschig seichtem Synth-Pop teilen sich mit den Neuseeländern heute Abend im Magnet die Bühne und eure Aufmerksamkeit. DJ-Sets von Bonaparte, Bodi Bill, Remmidemmi und Thomalla runden das Programm ab. [Read more]
Don’t miss | Magic Wands
February 24, 2010

Teenie Chris, zuhause in Nashville, ist sofort verzaubert, als er Dexys Stimme im Sommer 2007 zum ersten Mal auf Myspace hört. Ihre Stimme so süß, die Entfernung so groß – nach monatelangem Briefwechsel und Telefonaten packt Chris die Sehnsucht, er fährt zu Dexy nach L.A. und sie werden Rockstars. Das könnte der Plot einer Disney-Serie sein, ist aber die Band-Biographie von Magic Wands, eines verliebten und ultracoolen Teenagerpärchens mit Gespür für magische Hooks und verträumte Melodien. [Read more]
Black Box Revelation | Magnet
February 21, 2010

Zu zweit soviel Energie zu produzieren, dass der ganze Club schwitzt, ist nicht ganz einfach – die Belgier Black Box Revelation erreichen genau das mit Leichtigkeit. Mit zwei Jahren Bühnenerfahrung als Tourbegleitung von Eagles of Deathmetal und der Veröffentlichung ihres Debütalbums im Lebenslauf sind sie bestens vorbereitet für ihre Gigs als Hauptact – einer davon heute im Magnet. [Read more]
Polnischer Abgang | Club der Polnischen Versager
February 20, 2010

Feiern wie die Polen ab heute regelmäßig im Club der Polnischen Versager. DJ-Team Herrengedeck sorgt mit dreister Auswahl aus Pop, Indie, und -Tronics und dafür, dass das Morgengrauen die Party beendet. Zur Einstimmung gibt’s den Vodkashot am Eingang gleich mit auf die Hand und zum Schluss macht man sich aus dem Staub, unangekündigt. Polnischer Abgang eben.
22h
Club der Polnischen Versager
Ackerstr. 11
10115 Berlin
http://www.facebook.com/event
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Two Door Cinema Club | Tourist History
February 19, 2010

Nach all den Jahren Popmusikgeschichte ist der Spielraum für klang- und sinnvolle Namen irgendwann ausgereizt – Two Door Cinema Club ist so ein Beispiel für einen grenzwertigen Namen. Viele würden das – vor allem im Zusammenhang mit ihren Songs, als ein weiteres Zeichen für das Ende des originalen Pop deuten.
Doch warum so fatalistisch, so ernsthaft? Pop soll Spaß machen, nicht zu einer Fleißaufgabe werden. In dieser Hinsicht machen Two Door Cinema Club auf ihrem schwindelerregenden 33-Minuten-Debüt „Tourist History“ alles richtig. [Read more]

