Der Erdgeist | Simon Rühle
February 17, 2010

Sie wirken wie Elementarwesen aus einem Adventure Game. Erde und Wachs hat Simon Rühle zu großen Figuren aufgetürmt, auf Ständer montiert, mit Glühlampen leuchtende Augen in ihre Köpfe montiert – und nun in die Galerie Stephanie Bender gestellt. Erde zu Erde, Staub zu Staub, so weit ist es noch nicht. [Read more]
Mike Kelley im Schinkel Pavillon
February 5, 2010

Die Jablonka Galerie hat sich mit einer durchwachsenen Gruppenausstellung unlängst aus Berlin verabschiedet. Das Highlight zeigt sie jetzt aber noch einmal im Schinkel Pavillon: die Videoskulpturen von Mike Kelley. Sphärische Klänge hängen in der Luft und Felsbrocken aus bemaltem Bauschaum und Styropor liegen in dem Oktogon wie Reste eines Sci-Fi-Filmsets aus den Sixties. [Read more]
Wurm in Berlin
December 9, 2009

Everybody’s darling Erwin Wurm portraitiert sich auf seinem neuen Buch als Gurke, denn „Humor ist eine Waffe“. Und weil mit dieser Waffe in der zeitgenössischen Kunst äußerst selten geschossen wird freuen, wir uns dass Wurm diese zutiefst menschliche Eigenschaft auch in seinem eigenen Tanzbereich auslebt: der Skulptur. [Read more]
Simon Starling | The Long Ton
May 15, 2009

NeugerRiemschneider zeigt Simon Starling. Vor kurzem erst ist Simon Starlings Ausstellung in der Temporären Kunsthalle Berlin (wir berichteten) zu Ende gegangen. Nun zeigt seine Galerie die neue Arbeit „The Long Ton“. Hinter den Installationen des englischen Turner-Preisträgers verbirgt sich immer eine lange Geschichte. Was Starling ausstellt steht am Ende einer narrativen Kette von Ereignissen. So auch hier: [Read more]
Terence Koh | Boy by the Sea
May 15, 2009

Peres Projects zeigt Terence Koh. „Es ist alles dieselbe Erscheinung für mich, der gleiche Junge, zur gleichen Zeit. Aber nicht Kohbunny, diese Arbeit für Yokohama und die Zeichnung sind Terence Koh.“ Nicht Kohbunny? Sieht aber ganz danach aus! Unter einem weißen durchscheinenden Tuch steht auf einem Sockel eine jungenhafte Figur mit großen Hasenohren. [Read more]
Dr. Erz | Jonathan Meese
May 4, 2009

Jonathan Meese produziert nicht nur explodierende Jugendzimmer und Operninszenierungen aus Wahnhalla, er ist auch ganz klassisch Bildhauer. Ganz so klassisch ist das natürlich nicht, wenngleich Meeses opus magnum auch schon wieder künstlerischer Klassizismus der Gegenwart ist. [Read more]
Psychometry (II) | Im Recyclingloop gefangen
March 6, 2009

Alles und jeder ist ein Produkt seiner Vergangenheit. Und die ist in allem Handeln implizit und offensichtlich. Was nach Küchenpsychologie klingen mag, bildet an diesem Freitag den Überbau zur Einweihung der neuen Gallerieräume von Arratia, Beer am Mehringdamm. Psychometrie ist die Weissagung von Fakten über einen Gegenstand oder dessen Besitzer und so erkunden Künstler in „Psychometry II“ durch Fotografie, Bildhauerei, Installation und Soundarbeiten die Theorie, dass alle Dinge Teil ihrer Vergangenheit sind. Der erste Teil der Ausstellung erforscht den Film „The Ghost of Flight 401“ von 1975. [Read more]
Jeff Koons in the ease
October 30, 2008

„Art is information in advance.“ Na, wer sagt so kluge Sachen? Es ist der Herr Koons aus New York, Gebieter über einen mittelständischen Betrieb mit 90 Angestellten, die für ihn malen, bauen, entwerfen, veredeln, beglänzen, verchromen, machen und tun. Von Porno inzwischen weit entfernt, bleibt er immer noch an der Oberfläche – und dafür kann man ihm nur danken. Auch dass er unbeirrt die immergleich doofen Journalistenfragen, warum er denn nicht mal in der Tiefe schürfe, mit Sanft- und Gleichmut unbeantwortet lässt. [Read more]
Wurm trifft Hermès | One Minute Sculptures
August 25, 2008

Er hat Humor und interessiert sich für dicke Leute. Wo da die Verbindung zur Modemarke Hermès liegt, mag jeder für sich selbst herausfinden. Erwin Wurm, bekannt als der Künstler, der die Welt verschluckte und ein fettes, aber nachdenkliches Haus zum Sprechen brachte, kooperiert nun mit Véronique Nichanian, der künstlerischen Leiterin für Herrenmode bei Hermès. [Read more]
Saâdane Afif | Le Demon Répétitif
August 19, 2008

Saâdane Afif ist so etwas wie ein Filter, der unendlich viele Antworten liefert, hochgradig rekursiv, eindeutig formal definiert, Hall erzeugend in dem Sinn, dass seine Arbeiten in ihrer Konzeption fast instabil wirken und ephemer werden, sobald man sich zu sehr eingeredet hat, sie zu verstehen. Der französische Künstler mit Sitz in Berlin hat kein Atelier – außer seinem Kopf und dem Ort der nächsten Ausstellung. Dennoch kann man seine Arbeit nicht sitespezifisch nennen. Wie auch besagte Filter analog sind, existiert Afifs Arbeit in einem Referenznetz aus Analogien, aus verschiedenen Darstellungen ein und derselben Sache, sowohl in Zeit und Raum, als auch in der Verschaltung von Wahrnehmungstechniken.

